Montag, 26. Mai 2008

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Mauthausen: Gedenkfeier im Zeichen des Widerstandes

Vor 63 Jahren, im Mai 1945, haben US-amerikanische Truppen das Konzentrationslager (KZ) Mauthausen (Oberösterreich) befreit. Höhepunkt der zahlreichen Gedenkveranstaltungen war die Befreiungsfeier in Mauthausen selbst, an der rund 7.000 Gäste aus aller Welt teilnahmen. Das diesjährige Gedenken war vor allem jenen Widerstandskämpfern gewidmet, die als Häftlinge in Mauthausen interniert waren.
Die Überlebenden des Lagers zogen mit Delegationen aus ganz Europa, Asien, Australien und Amerika ein. Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg begleitete die Abordnung aus Israel. Das offizielle Österreich war durch Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Innenminister Günther Platter und Sozialminister Erwin Buchinger vertreten. Anwesend waren auch hochrangige Repräsentanten der christlichen Religionsgemeinschaften.
Das KZ Mauthausen sei der Endpunkt von Todesmärschen aus allen Richtungen und letzte Station all derer gewesen, die der Tod auch nach der Befreiung noch ereilt habe. „Hier war (…) der Ort ohne Menschlichkeit“, sagte Bundeskanzler Gusenbauer in seiner Rede. „Hier ist heute der Ausgangspunkt einer Botschaft, dass die fundamentale Würde überall und unter allen Bedingungen unantastbar ist“, so Gusenbauer.
Niemand von den Nachgeborenen könne das tatsächlich erlittene Leid an diesem Ort ermessen. Es übersteige die menschliche Vorstellungskraft. Genau in diesem Sinne hätten Technokraten dieses perfide Vernichtungswerk ja auch angelegt. Es sollte das „für menschlich möglich Gehaltene mit Hilfe eines bürokratisch industriellen Masterplanes übersteigern“. „Wir wissen seither, dass alles möglich ist. Und darum ist es so wichtig, im Geiste der Opfer dieses Lagers allen künftigen Generationen zur Mahnung zu sagen – nie wieder“, betonte der Bundeskanzler.
Die Nationalsozialisten haben in Mauthausen und dessen Nebenlagern mehr als 200.000 Menschen gefangen gehalten. Etwa die Hälfte von ihnen wurde getötet oder starb an den Folgen der Lagerhaft. Hier wurden nicht nur politische Gegner sowie „Asoziale“ und Kriminelle interniert, sondern auch ausländische Häftlinge aus Europa und Übersee, Kriegsgefangene, Juden sowie Roma und Sinti. Mauthausen wurde zu einem Symbol des NS-Terrorregimes in Österreich. ■

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Gesundheitsreform: Gesetzesentwurf in Begutachtung

Das geplante Reformpaket zur Sanierung der Krankenkassen und des Gesundheitswesens soll den Kassen bis 2012 zusätzliche Mittel in Höhe von rund zwei Milliarden Euro bringen. Das haben Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky und Sozialminister Erwin Buchinger bei der offiziellen Präsentation des Gesetzesentwurfes zur Gesundheitsreform am 14. Mai angekündigt. Eckpunkte des nicht unumstrittenen Pakets sind die Möglichkeit von Einzelverträgen mit den Ärzten, die so genannte „Aut-idem“-Regelung (der Arzt verschreibt den Wirkstoff, der Apotheker sucht das günstigste Medikament aus) sowie die Patientenquittung und die Umwandlung des Hauptverbandes (der Sozialversicherungsträger) in eine Holding. Der Entwurf ist in Begutachtung.
Als Überbrückungshilfe übernimmt der Bund die Hälfte der Kassenschulden in Höhe von 450 Millionen Euro. Kostendämpfende Maßnahmen (unter anderem vermehrter Einsatz von Generika) sollen etwa 600 Millionen Euro bringen.
Die Bundesregierung steht hinter den Reformmaßnahmen. Von deren Kritikern forderten Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Vizekanzler Wilhelm Molterer am 21. Mai vor Journalisten Alternativvorschläge, Dialog und Kooperation. ■

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Asylgerichtshof: Harald Perl wird Präsident

Harald Perl wird Präsident des neuen Asylgerichtshofes. Das wurde am 21. Mai vom Ministerrat beschlossen.
Perl stand bisher dem Unabhängigen Bundesasylsenat (UBAS) vor, der nunmehr zum Asylgerichtshof aufgewertet wird. Vizepräsident Volker Nowak war bisher ebenfalls im UBAS tätig. Insgesamt wird der Asylgerichtshof aus 77 Richtern bestehen. Fix sind 51 Personen aus dem UBAS, 26 Richter werden in einem Auswahlverfahren ermittelt. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer zufolge garantiert der Asylgerichtshof ein hohes rechtsstaatliches Niveau und ist das Herz des neuen Verfahrens.
Das Asylgericht ist letzte Instanz für Beschwerden gegen Bescheide des Bundesasylamtes. ■

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Bundespräsident Fischer zu Staatsbesuch in der Türkei

Bundespräsident Heinz Fischer absolvierte vom 19. bis 22. Mai einen Staatsbesuch in der Türkei. Begleitet wurde er von seiner Frau Margit sowie von Sozialminister Erwin Buchinger, Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, Staatssekretärin Christa Kranzl und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl. Mit dabei war auch eine große Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturdelegation.
In der Hauptstadt Ankara führte Fischer im Anschluss an einen Besuch des Mausoleums des Republik-Gründers Kemal Atatürk Gespräche mit Staatspräsident Abdullah Gül. Erörtert wurden unter anderem Fragen des EU-Beitritts der Türkei, Energiefragen sowie der bilaterale Ausbau der kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen. Gedacht ist insbesondere an eine verstärkte Kooperation auf dem Energiesektor – Stichwort: „Nabucco“-Gaspipeline. Das Projekt wird unter Federführung der österreichischen OMV vorangetrieben und soll ab 2013 Gas aus dem Kaspischen Raum nach Europa bringen. Weitere Themen waren die Lage im Nahen Osten, wo die Türkei eine wichtige Vermittlerrolle spielt, sowie der Dialog der Zivilisationen und Kulturen. Zur Sprache kam auch das umstrittene Ilisu-Staudamm-Projekt, dessen Finanzierung durch Österreich, Deutschland und die Schweiz an strenge Natur- und Kulturschutzauflagen gebunden ist.
Der Bundespräsident würdigte den trotz kontroverser Standpunkte „offenen und ehrlichen“ Dialog mit seinen türkischen Gesprächspartnern. Fischer betonte, dass Österreich in Bezug auf die EU-Diskussion ein „fairer und berechenbarer Partner“ sei. Die EU-Verhandlungen mit der Türkei sollten ergebnisoffen geführt werden.
Gül warb in seiner Unterredung mit Fischer für einen EU-Beitritt der Türkei. Es sei wichtig, die europäische Bevölkerung über die Vorteile einer türkischen EU-Mitgliedschaft aufzuklären. Dazu zählte Gül vor allem das große wirtschaftliche Potenzial seines Landes.
Beide Seiten lobten die einvernehmliche Atmosphäre des Treffens und bekundeten unisono den Wunsch nach verstärkter politischer und wirtschaftlicher Kooperation. Im bilateralen Außenhandel werde heuer ein Rekordergebnis um die zwei Milliarden Euro erwartet. Das gemeinsame Handelsvolumen sei in den letzten fünf Jahren um 60 Prozent gestiegen, die österreichischen Investitionen in der Türkei um 800 Prozent, betonte Fischer.
Fischer traf auch mit Oppositionsführer Deniz Baykal zusammen und nahm an österreichisch-türkischen Wirtschaftsforen in der zentralanatolischen Provinzhauptstadt Kayseri und Istanbul teil. In der Bosporus-Metropole standen zudem Gespräche mit Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. auf dem Programm. ■

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Französischer Präsident Sarkozy in Österreich

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy kommt am 30. Mai im Rahmen seiner "Tour des Capitales" zur Vorbereitung des französischen EU-Ratsvorsitzes nach Österreich. Auf dem Programm stehen Treffen mit Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer. ■

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Verteidigungsminister Darabos in Israel

Als erster österreichischer Verteidigungsminister seit mehr als 30 Jahren stattete Norbert Darabos Israel vom 19. bis 21. Mai einen Besuch ab. Dies werde im Jahr der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels als „besonderes Zeichen“ gewertet, hieß es dazu in einer Aussendung. In Tel Aviv unterzeichneten Darabos und Amtskollege Ehud Barak eine Absichtserklärung zur stärkeren Zusammenarbeit.
Die Beziehungen zwischen Israel und Österreich seien „heute exzellent“, die Schatten der Nazizeit überwunden. In der Region würden Österreich und Europa eine besondere moralische und politische Mitverantwortung sowohl für ein sicheres Israel als auch für eine gerechte Lösung des Nahost-Konfliktes tragen, so Darabos. Österreich sei im Rahmen der EU zu einer aktiven Rolle im Friedensprozess bereit. Seit Jahrzehnten seien österreichische Blauhelme hier im Einsatz.
Auf dem Programm stand auch ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Auf den Golan-Höhen besichtigte Darabos einen Stützpunkt der Israelis. In Jerusalem besuchte er die österreichischen UNO-Militärbeobachter und das österreichische Hospiz. Zum Abschluss seiner Israelvisite gab es ein Treffen mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas. ■

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EURO 2008: Österreichs Wirtschaft und Image florieren

„Die ökonomischen Effekte der Fußball-Europameisterschaft (EURO 2008) sind beeindruckend“, sagte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christoph Leitl, am 19. Mai bei der Präsentation einer Studie über den wirtschaftlichen Output des sportlichen Großereignisses. Die gesamten Wertschöpfungseffekte werden auf 640,8 Millionen Euro geschätzt. Insgesamt sollen durch die EURO 2008 knapp 13.400 Jobs entstehen. Der Finanzminister werde durch die EURO 2008 25 Millionen Euro an Umsatzsteuer einnehmen, betonte Bundeskanzler und Sportminister Alfred Gusenbauer.
Von der gesamten Wertschöpfung entfallen 541 Millionen Euro (84,5 Prozent) auf das Jahr 2008. Die Umsatzeffekte sollen 1,132 Milliarden Euro betragen, heißt es in der Studie, die im Auftrag des Bundeskanzleramtes und der WKÖ durchgeführt wurde. Das Gesamtbudget des Fußballgroßereignisses bezifferte der Bundeskanzler mit 133 Millionen Euro. Darin inkludiert seien unter anderem der Bau der Stadien und die Werbekosten.
Man erwarte zwar keine Sonderkonjunktur, die EURO 2008 werde in Österreich jedoch kräftige Wertschöpfungs- und Beschäftigungsimpulse auslösen. Diese sollen sich heuer auf 0,21 Prozent der österreichischen Bruttowertschöpfung summieren, besagt ein weiteres Studienergebnis.
Die wirtschaftlichen Effekte der EURO 2008 seien auf drei Säulen zurückzuführen, erklärte Studienautor und Chefökonom der Industriellenvereinigung (IV), Christian Hammerstein: Investitionen in die Stadien, Ausgaben der Fans und Leistungsabsorption durch das laufende Veranstaltungsbudget.
WKÖ-Chef Leitl verwies insbesondere auf die Bedeutung des Sportgroßevents für Tourismus und Handel sowie für das Image Österreichs.
Gäste aus einer „Hocheinkommensökonomie“ wie Deutschland, Italien oder Frankreich würden pro Tag und Kopf im Schnitt 250 Euro ausgeben, Fans aus Rumänien oder Tschechien etwa 150 Euro. VIP-Gäste sollten sogar 350 Euro pro Tag im Land lassen, so die Prognose. Im Tourismus wird mit 472,3 Millionen Euro somit der größte Wertschöpfungseffekt geortet.
Durch die Investitionen in die Stadien solle es zu einer Wertschöpfung von 111,26 Millionen Euro kommen, die Effekte des Veranstaltungsbudgets werden mit 57,18 Millionen Euro beziffert.
Auch der Arbeitsmarkt wird laut Studie von der EURO 2008 profitieren. Gerechnet wird mit rund 13.400 Jahresjobs, die meisten davon im Tourismus (10.699).
Neben wirtschaftlichen Impulsen erwartet man auch einen Imagegewinn. Fairness, Sportlichkeit und Friedlichkeit sollen künftig die Marke Österreich bestimmen, unterstrich WKÖ-Chef Leitl. Der Image- und Werbewert der Fußball-Europameisterschaft wird auf 300 Millionen Euro geschätzt. Kanzler Gusenbauer sprach von einem „zusätzlichen Erlebnisfaktor“. Österreich könne sich künftig nicht nur als Kultur- oder Wintertourismusland sowie leistungsstarker Wirtschaftsstandort präsentieren, sondern auch als „erweiterte Partyzone“ vor allem für eine jüngere Zielgruppe, so Gusenbauer. ■

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Starkes Wachstum für Österreichs Wirtschaft

Österreichs Wirtschaftswachstum hat sich im 1. Quartal 2008 auf real 3,5 Prozent des BIP im Jahresabstand beschleunigt, nach 3,0 Prozent Plus im 4. Quartal des Vorjahres. Gegenüber dem Vorquartal hat das BIP im Auftaktquartal 2008 real um 0,8 Prozent zugelegt, nach 0,6 Prozent im Schlussquartal 2007. Dank der kräftigen Steigerung der Wertschöpfung in Industrie und Bauwirtschaft habe die Konjunktur damit nochmals an Elan gewonnen, erklärte das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) am 15. Mai in seiner Quartals-Schnellschätzung. Gewachsen ist die Wirtschaft trotz des hohen Euros und der Rekordölpreise auch in der gesamten Eurozone (+0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal). Motor waren auch hier Industrie, Export und Bauwirtschaft.■

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AUA-Deal mit Al Jaber geplatzt

Der Einstieg des saudiarabischen Investors Mohamed Bin Issa Al Jaber bei der zu 42,75 Prozent im Besitz der Republik Österreich stehenden Austrian Airlines (AUA) ist endgültig abgesagt. Damit ist die Option einer strategischen Partnerschaft wieder in den Vordergrund gerückt. Entsprechende Strategieüberlegungen stehen auf der Agenda einer außerordentlichen Sitzung des AUA-Aufsichtsrates Anfang Juni.
Auch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Vizekanzler Wilhelm Molterer schließen Partner für die AUA nicht mehr aus – allerdings unter „relevantem österreichischen Einfluss“, so Gusenbauer am 21. Mai. ■

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Staatssekretärin Heidrun Silhavy präsentierte „euro2008.help.gv.at“

Staatsekretärin Heidrun Silhavy präsentierte vor kurzem mit dem EURO 2008-Koordinator der Bundesregierung, Heinz Palme, und dem Leiter von HELP.gv.at im Bundeskanzleramt, Harald Müller, eine Fan-Help-Internetplattform und eine österreichweite Servicehotline in mehreren Sprachen. Die Informationen, die vom Bundeskanzleramt in Kooperation mit der Initiative „Österreich am Ball“ angeboten werden, richten sich primär an ausländische Gäste und sind eine Sammlung der vielfältigen Services der öffentlichen Verwaltung – u.a. Verloren/Gefunden, Sicherheitsmaßnahmen, Anreise, Notrufnummern, Anlaufstellen – während der Fußball-Europameisterschaft (EURO 2008). Dieses Besucherservice wird von der UEFA und mittels Welcome-SMS von allen österreichischen Mobilfunkprovidern unterstützt.
„HELP.gv.at ist mit drei Millionen Seitenaufrufen pro Monat der österreichische Wegweiser durch die Verwaltung unseres Landes. HELP.gv.at ist daher auch die ideale Plattform für die EURO 2008. Im Mittelpunkt von HELP.gv.at stehen die Bürgerinnen und Bürger sowie die Serviceorientierung. Wir wollen den Fans den entsprechenden Service bieten, wenn sie mit den österreichischen Behörden in Kontakt treten wollen oder müssen. Mit dieser speziellen Erweiterung von HELP.gv.at rechtzeitig vor der Fußball-Europameisterschaft wollen wir drei Zielsetzungen erfüllen, die vor allem unseren Gästen zugute kommen sollen: Wir wollen eine Servicemaximierung für die in- und ausländischen Fans erreichen, denen mit der Plattform ein umfangreiches Informationsangebot zu Verfügung gestellt wird. Wir wollen eine Entlastung der Verwaltung erreichen, da Informationen über das Internet rasch beschafft werden können. Als dritter Effekt ergibt sich dadurch eine Entlastung des normalen Betriebes, damit kein Qualitätsverlust – etwa durch längere Wartezeiten – entstehen kann“, so Silhavy.
Die EURO 2008 hat sich bewusst den barrierefreien und behindertengerechten Zugang zu allen Veranstaltungen zum Ziel gesetzt. Damit soll gewährleistet sein, dass auch Menschen mit Behinderungen ohne Einschränkungen die Spiele besuchen können. „Fußball ist etwas sehr Verbindendes und darf niemanden ausschließen. Ich freue mich daher persönlich sehr, dass das Ziel des barrierefreien Zugangs auch bei der Gestaltung unserer Informationsplattform der öffentlichen Verwaltung umgesetzt wurde“, so die Staatssekretärin abschließend. ■

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EURO 2008: Linzer Schlossmuseum zeigt Fußball im Wandel der Zeit

Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft (EURO 2008) präsentiert das Schlossmuseum Linz (Oberösterreich) bis 20. Juli eine Fußballausstellung, die sich dem geschichtlichen und kulturellen Wandel der Sportart widmet. In einer sogenannten „SoccerArena“ können Besucher selbst sportlich aktiv werden. „Fußball – Geschichten und Geschichte“ legt ein Schwergewicht auf die Fußballgeschichte Österreichs vom Bürgersport um 1900 bis zum heutigen modernen Massenphänomen. Schon vor 2000 Jahren existierten in China, später in Japan und Mexiko, Formen dieses Sports. Die Spieler um 1900 trugen Kappen und Schärpen, jedoch keine Rückennummern, die erst viel später eingeführt wurden. Dokumentiert ist auch das erste Match in Oberösterreich – es fand vor genau 100 Jahren in Bad Ischl (Bezirk Gmunden) statt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist das Verhältnis der Frauen zum Fußball. Gezeigt wird auch der Weg bis zur offiziellen Anerkennung von Frauenfußball und dessen Stellenwert auf der internationalen Bühne. ■

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EURO 2008-Fieber auch in Bregenz

In Bregenz (Vorarlberg) wird den Fußball-Fans während der Fußball-Europameisterschaft (EURO 2008) auch abseits des Festspielgeländes ein breites Unterhaltungs-Programm geboten. In den Seeanlagen laden etwa der modernste Robokeeper Europas, Torschuss-Geschwindigkeitsmessungen und ein Human-Table-Soccer zum Verweilen ein. Dies ist die neueste Fun-Sport-Variante aus dem Mutterland des Fußballs. Das Spiel funktioniert wie Tischfußball, nur in Lebensgröße. Die Spielerinnen und Spieler stehen im Feld, wie beim Tischfußball an Stangen fixiert. Beide Mannschaften haben ein logisches Ziel: das gegnerische Tor. Das ist gar nicht einfach, denn jeder Spieler kann sich nur im Team gemeinsam nach links oder rechts bewegen. Also entweder alle oder keiner – dies kann natürlich die Spieler irritieren und die Zuschauer sehr erheitern.
Außerdem wird in Bregenz ein Weltrekordversuch im Dauer-Tischfußball unternommen oder auch eine Mini-Europameisterschaft auf dem Bodensee. Dabei werden U11-Teams aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein gegeneinander antreten. Die Endrundenspiele finden auf einem schwimmenden Spielfeld in Bregenz, Langenargen (Baden-Württemberg) und Romanshorn (Kanton Thurgau) statt. Eine Ausstellung rund um die Geschichte des Fußballs und ein umfangreiches Showprogramm runden das Euro 2008-Angebot in den Bregenzer Seeanlagen ab.
Zur Einstimmung auf die EURO 2008 – sowie als offizieller Auftakt für das Rahmenprogramm in Bregenz – traten am 24. Mai im Casinostadion österreichische gegen deutsche Fußball-Legenden an, etwa Herbert Prohaska, Toni Polster und Walter Schachner gegen Paul Breitner, Hansi Müller und Klaus Augenthaler.
Zentrum für die Bregenzer EURO 2008-Euphorie ist aber zweifellos die Seebühne. Sie wird als Public Viewing-Arena dienen, in der alle 31 EURO 2008-Spiele vor bis zu 5.000 Fans auf zwei riesigen Leinwänden live übertragen werden. An den ZDF-Sendetagen wird außerdem die deutsche TV-Anstalt live von der Seebühne berichten. ■

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Jüdisches Museum Wien: 100 Jahre „Hoppauf Hakoah!“

Im September 1923 jubelten Wiens Fußball-Fans: Mit Fünf zu Null besiegte die jüdische Fußballmannschaft Hakoah in London West Ham United, ein europäisches Spitzenteam. 1924/25 errang Hakoah die österreichische Fußballmeisterschaft und ging als erste österreichische Mannschaft 1926 und 1927 auf eine USA-Tournee. Die Hakoah (hebräisch: Kraft) war 1909 als jüdischer Sportverein gegründet worden und umfasste wichtige Sportarten wie eben Fußball, Schwimmen, Tennis, Ringen, Wasserball, Handball, Schach, Leichtathletik, Tischtennis, Schi und Tourismus. Aus ihren Reihen gingen zahlreiche österreichische Spitzensportler hervor, erfolgreich bei Europameisterschaften und Olympischen Spielen.
1938 nach der Machtübernahme der Nazis wurde die Hakoah aufgelöst, das Vereinsvermögen beschlagnahmt und ihr Sportplatz im Prater „arisiert“. Nach 1945 versuchten einige Heimgekehrte wieder einige Sektionen aufzubauen. Erst heuer im Frühjahr wurde die neue Hakoah feierlich eröffnet, unter anderem von Bundeskanzler Gusenbauer, Wiens Bürgermeister Michael Häupl und dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Ariel Muzikant.
Die nunmehrige Ausstellung im Jüdischen Museum Museum Wien „100 Jahre ‘Hoppauf Hakoah!’“ lässt die große Zeit des jüdischen Sports wiedererstehen. Die kostbaren Exponate – hunderte Fotos, Wimpel, Pokale und Publikationen – kommen von der Hakoah, aus Privatsammlungen und aus dem Pierre Gildesgame Maccabi Sports Museum in Israel. Die Ausstellung wird im Museum des Hakoah-Sportzentrums zum 100-jährigen Jubiläum ab 2009 in adaptierter Form weiter bestehen. ■

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Ministerin Plassnik unterstützt israelisch-palästinensische Kunst

Außenministerin Ursula Plassnik eröffnete vor kurzem die Ausstellung „Overlapping Voices – Israeli and Palestinian Artists“ im Essl Museum in Klosterneuburg bei Wien (Niederösterreich). Dabei zeigte sie sich begeistert über die gezeigten Werke von 22 Künstlerinnen und Künstlern. Diese könnten ausdrücken, was Politiker aufgrund der Einschränkung diplomatischer Formulierungen nicht möglich sei, nämlich Subjektivität und Unmittelbarkeit. „Künstler tragen in besonderer Weise zu einem besseren gegenseitigen Verständnis bei“. Schon oftmals zeigte sich die Außenministerin an Beiträgen zur Friedensarbeit im Nahen Osten interessiert. So hatte sie im Mai 2007 eine Nahost-Frauenkonferenz in Wien organisiert. Sie hoffe, dass Palästinenser und Israelis eines Tages in Frieden auf Basis einer Zwei-Staaten-Lösung leben können, unterstrich Plassnik.
Die Schau mit Kunst aus der konfliktreichen Region ist noch bis 26. Oktober zu sehen. In einem Symposium sagte der israelische Co-Kurator Tal Adler, dessen Projekt sich mit Beduinen im Negev beschäftigt, der Untertitel der Schau sei missverständlich, da palästinensische Kunst nur insofern vertreten sei, als sie von in Israel lebenden Palästinensern stamme. Diese Meinung vertrat auch die Sängerin und Co-Kuratorin Amal Murkus: „Könnten sie einen Künstler herbringen, der in Gaza lebt? Er wird kein Visum erhalten!“ Kuratiert wurde die Ausstellung von Karin Schneider und Friedemann Derschmidt vom Rites-Institute in Wien. ■

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Kokoschka-Preis an Kentridge

Der Südafrikaner William Kentridge, mehrfacher documenta- und Biennale-Teilnehmer, erhielt am 21. Mai in der Universität für Angewandte Kunst Wien den Oskar Kokoschka-Preis 2008. Die Laudatio hielt Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder. Mit der Wahl des 1955 in Johannesburg geborenen Kentridge würdige die Jury einen Künstler, der ein umfassendes Werk von der Zeichnung, Skulptur, Klanginstallation und Medienkunst bis hin zum Film aufweise. Darüber hinaus seien die soziale Facette seines Schaffens und sein politisches Engagement beachtlich, so der Jury-Vorsitzende, Rektor Gerald Bast.
Der 1980 im Todesjahr des 1886 in Pöchlarn (Niederösterreich) geborenen Malers Oskar Kokoschka von der Bundesregierung gestiftete Preis – die höchstdotierte Auszeichnung für Bildende Kunst in Österreich – wird alle zwei Jahre an eine/n bildenden Künstler/in in Anerkennung seines/ihres Schaffens verliehen. ■

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Venedig: Kulturministerin Schmied präsentierte zwei Kuratorinnen

Der Österreich-Pavillon der Kunstbiennale Venedig 2009 wird von zwei Frauen kuratiert: „Mit Valie Export und Silvia Eiblmayr konnte ich zwei Größen für den österreichischen Beitrag gewinnen. Erstmals in seiner Geschichte wird der Österreich-Pavillon von zwei hervorragenden Frauen kuratiert“, so Kulturministerin Claudia Schmied. Die beiden Kuratorinnen werden das künstlerische Programm und die Organisation des Auftritts Österreichs verantworten.
Die 1940 in Linz (Oberösterreich) geborene Valie Export (eigentlich Waltraud Höllerer) war bei der 52. Biennale 2007 selbst mit einigen Arbeiten in der von Robert Storr kuratierten Hauptschau vertreten. Die Medien- und Performancekünstlerin schuf ab den späten 60er Jahren wesentliche Beiträge zur Kunst des 20. Jahrhunderts und lieferte Werke wie das „Tapp- und Tastkino“, die heute als Klassiker gelten und auf die sich jüngere Generationen immer noch berufen. Ihr gelang die Verbindung von multimedialer Kunstpraxis und feministischem Anliegen. 2007 war ihr eine Retrospektive im Österreichischen Filmmuseum gewidmet.
Die gebürtige Berchtesgadenerin Silvia Eiblmayr wuchs in Oberösterreich auf und lebte dann lange in Wien. Als Kunsthistorikerin konzipierte und organisierte sie zahlreiche Ausstellungen und hatte mehrere internationale Lehraufträge inne. Seit 1999 leitet sie die Galerie im Taxispalais in Innsbruck. Als Kuratorin und Wissenschaftlerin hat sie sich auch mit dem Werk von Valie Export beschäftigt. ■

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Bundesminister Hahn eröffnete österreichisch-rumänische Wissenschaftstage

Vor kurzem fanden in Wien österreichisch-rumänische Wissenschaftstage statt, die von Wissenschaftsminister Johannes Hahn und dem rumänischen Minister für Bildung, Wissenschaft und Jugend, Cristian Adomnitei, eröffnet wurden.
Science Days, die von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unterstützt werden, bieten Informationen über Entwicklungen bei Forschungsförderungs- und Bildungspolitik beider Länder, über Beteiligungen im 6. und 7. EU-Rahmenprogramm für FTE sowie Informationen bei EU-Ausschreibungen in den Bereichen Umwelt und Energie sowie Instrumente zur Unterstützung von Mobilität und Zusammenarbeit. In den letzten Jahren hat sich die Kooperation in Wissenschaft und Forschung zwischen Österreich und Rumänien vertieft. So wurde im August 2007 eine Absichtserklärung unter anderem zur Förderung des Humankapitals in Südosteuropa von Minister Cristian Adomnitei, von Kulturministerin Claudia Schmied, von Wissenschaftsminister Johannes Hahn und vom Sonderkoordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa, Erhard Busek, unterzeichnet. ■

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Jubiläum: 10 Jahre Roland Batiks Seibersdorfer Schlosskonzerte

Die von Starpianist Roland Batik initiierten Seibersdorfer Schlosskonzerte bieten ein feines Jubiläumsprogramm mit der Academia Allegro Vivo (unter anderem Haydn, Grieg) und einem Jazzkonzert mit Woody Schabata, Wolfgang Puschnig und Roland Batik. Der Pianist, der 1999 die bis heute überragende Gesamteinspielung der Klaviersonaten Joseph Haydns vorgelegt hat, gibt auch ein Solorecital mit Werken von Haydn, Beethoven, Debussy und eigenen Werken, die sicher auch jazzig sein werden. ■

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Bundesregierung verschärft Kampf gegen Doping

Die Bundesregierung setzt drei weitere glaubwürdige Schritte für einen erstzunehmenden Kampf gegen Doping im Sport. Mit den am 21. Mai 2008 im Ministerrat beschlossenen Verschärfungen des Anti-Doping-Gesetzes, dem Hearing für den Geschäftsführer der unabhängigen Anti-Doping-Kontrolleinrichtung NADA Austria und der Ausweitung des Anti-Doping-Pilotprojekts "Der Gläserne Athlet" durch den Österreichischen Radsportverband (ÖRV) zeigt Österreich EU-weit die Ernsthaftigkeit des Themas auf. Insgesamt verdoppelt der Bund die finanziellen Mittel der NADA Austria für Kontrollen, Prävention und Aufklärung auf 1,2 Millionen Euro.
Der Kampf gegen Doping ist ein permanenter Prozess, der dauernder Nachjustierungen bedarf, wie das mit dem Entwurf eines Bundesgesetzes, mit dem das Anti-Doping-Bundesgesetz 2007, das Arzneimittelgesetz und das Rezeptpflichtgesetz geändert werden, geschieht. Österreich geht mit den neuen strafrechtlichen Bestimmungen für das In-Verkehr-bringen, das Verabreichen, den Besitz von Dopingmitteln ab einer gewissen Menge sowie dem Blutdoping einen sehr restriktiven Weg. Diese Novelle soll noch vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking, am 1. August 2008 in Kraft treten. In einem zweiten Schritt werden im Herbst die technischen Standards der WADA sowie die von der WADA vorgeschlagenen Empfehlungen und Änderungen des derzeitigen Gesetzes eingearbeitet werden. ■

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Integrationspreis Sport erstmals verliehen

Fünf außergewöhnliche Sportintegrationsprojekte wurden am 20. Mai 2008 erstmals mit dem "Integrationspreis Sport" ausgezeichnet. Für den "Integrationspreis Sport 2008" wurden mehr als 80 Projekte aus ganz Österreich von Schwimmen über Fußball bis hin zu Ringen eingereicht. Im Fall des Hauptpreises für den "Integrationssportplatz" im burgenländischen Neudörfl hat sich die Jury für ein Projekt entschieden, bei dem sich die ganze Dorfbevölkerung engagiert, „ihre“ Migranten zu integrieren. Auch die vier weiteren Preisträger – das Schwimmprojekt "Ein echter Wiener geht nicht unter" (ASV Wien), das Laufsportprojekt "Muslimische Frauen beim Frauenlauf" (Verein „Junge Musliminnen Österreich“), das multisportive Schulprojekt "Integration als Selbstverständlichkeit" (HTL Wien Favoriten) und das von Toni Polster unterstützte Fußballprojekt "FairPlay & Integration" (ATSV Lenzing Oberösterreich) – punkteten durch ihren Zugang, Kinder und Mädchen anzusprechen, die sonst nicht die Möglichkeit hätten, Sport zu betreiben.
Durch den auf Initiative von Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka geschaffenen Integrationspreis Sport wird den Ehrenamtlichen im Rampenlicht der Öffentlichkeit Anerkennung gezollt. Träger des Integrationspreis Sport ist der „Verein zur Förderung von Integration durch Sport“, der von den Projektpartnern Caritas und Österreichischer Integrationsfonds sowie der Wirtschaftskammer Wien und Sponsoren aus der Wirtschaft unterstützt wird. In den kommenden Jahren soll der Integrationspreis Sport durch Förderungen aus dem Sport-Budget weiter ausgebaut werden und an Bedeutung gewinnen. ■

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Erstmals in Österreich: Frauen-Eishockey-B-Weltmeisterschaft 2009 in Graz

Die Eishockey-B-WM der Frauen findet von 4. bis 10. April 2009 in Graz statt. Der Kongress des Internationalen Eishockey-Verbandes (IIHF) vergab kürzlich in Montreal/Kanada die WM der Division I an Österreich, das mit seiner Damen-Mannschaft im März den Aufstieg aus der dritten Leistungsstufe geschafft hatte. Die Zusage der österreichischen Bundesregierung einer Drittelfinanzierung Stadt – Land – Bund hat den Zuschlag für den Österreichischen Eishockeyverband ermöglicht.
Somit wird erstmals eine Frauen-WM in Österreich ausgetragen. Graz ist nach der Weltmeisterschaft der Herren 1973 bereits zum zweiten Mal „Eishockey-WM-Stadt“. Die Österreicherinnen treffen bei der Heim-WM auf die Deutschen Damen, die Tschechinnen, die Slowakinnen, die Norwegerinnen und die Französinnen. ■

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