Montag, 11. März 2013

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Gerald Klug neuer Verteidigungsminister

Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzender Werner Faymann hat nach einstimmigem Beschluss im Parteipräsidium am 5. März eine Umbildung seines Teams bekannt gegeben. Neuer Verteidigungsminister ist Gerald Klug, bisher SPÖ-Fraktionschef im Bundesrat ("Länderkammer" im Parlament). Er folgt damit Norbert Darabos, der in die SPÖ-Bundesgeschäftsführung wechselt. Der bisherige Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter wird neuer Volksanwalt. Klugs Angelobung durch Bundespräsident Heinz Fischer erfolgte am 11. März.

Der 44-jährige Grazer Gerald Klug ist gelernter Dreher, über den zweiten Bildungsweg absolvierte er an der Karl-Franzens-Universität Graz das Studium der Rechtswissenschaften. Zwischen 1987 und 1988 leistete er den Präsenzdienst. Zuletzt war er Fraktionschef der SPÖ im Bundesrat und saß als Wehrsprecher im Nationalen Sicherheitsrat.

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Kärntner Landtagswahl: Sieg für SPÖ

Bei der Landtagswahl in Kärnten am 3. März erreichte die SPÖ unter Peter Kaiser laut offiziellem Endergebnis mit 37,13 Prozent klar die Stimmenmehrheit. Gegenüber der Landtagswahl 2009 ist das ein Plus von 8,39 Prozent. Ein Debakel gab es für die regierende FPK unter Landeshauptmann Gerhard Dörfler: Die Freiheitlichen in Kärnten verloren 28,04 Prozent und kamen auf 16,85 Prozent. Das entspricht einem Verlust von mehr als der Hälfte des Stimmenanteils bei der letzten Wahl (44,89 Prozent). Die ÖVP erzielte 14,40 Prozent (-2,43 Prozent), die Grünen gewannen 12,10 Prozent (+6,95 Prozent), das BZÖ erreichte 6,40 Prozent. Die Neo-Partei Team Stronach kam auf 11,18 Prozent. Stimmberechtigt waren insgesamt 440.748 Wählerinnen und Wähler. Die Wahlbeteiligung betrug 75,15 Prozent.

Im neuen Kärntner Landtag sind nunmehr sechs Parteien vertreten. In Mandaten: SPÖ: 14 (+3), FPK: 6 (-11), ÖVP: 5 (-1), Grüne: 4 (+2), Team Stronach: 4 (+4), BZÖ: 3 (+3).

Kärntens voraussichtlich künftiger Landeshauptmann Kaiser hat bereits Gespräche mit allen Parteichefs gestartet, danach sollen die Koalitionsverhandlungen aufgenommen werden.

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Landtagswahl Niederösterreich: ÖVP verteidigt absolute Mehrheit

Bei der Landtagswahl in Niederösterreich am 3. März konnte der amtierende ÖVP-Landeshauptmann Erwin Pröll die absolute Mehrheit behaupten und bleibt somit Landeschef. Die ÖVP erreichte 50,80 Prozent (-3,59 Prozent gegenüber der Landtagswahl 2008). Die SPÖ kam auf 21,59 Prozent (-3,92 Prozent), die FPÖ fiel auf 8,21 Prozent (-2,56 Prozent), das Team Stronach gewann 9,83 Prozent (auch in Niederösterreich erstmals angetreten), die Grünen konnten auf 8,04 Prozent zulegen (+1,13 Prozent). Wahlberechtigt waren rund 1,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger, die Wahlbeteiligung lag bei 70,75 Prozent.

Im niederösterreichischen Landtag sind künftig fünf Parteien vertreten. In Mandaten: ÖVP: 30 (-1), SPÖ: 12 (-3), Team Stronach: 5 (+5), FPÖ: 5 (-1), Grüne: 4 (+/-0).

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Österreich gedenkt des "Anschlusses" vor 75 Jahren

Österreich gedenkt am 12. März des so genannten "Anschlusses" vor 75 Jahren (12. März 1938), an dem deutsche Truppen in Österreich einmarschiert sind. Die zahlreichen Veranstaltungen (darunter Ausstellungen, ORF-Dokumentationen, Lesungen, Schulprojekte) dazu reichen auch über den eigentlichen Gedenktag hinaus. Am 12. März findet in der Wiener Hofburg ein offizieller Gedenkakt zum "Untergang Österreichs" statt. Bereits am 11. März luden Bundeskanzler Werner Faymann und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner zu einem Festakt anlässlich der Errichtung einer "Nationalen Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Justiz" auf den Wiener Zentralfriedhof.

Bundespräsident Heinz Fischer hat am 5. März bei der Generalversammlung der Österreichischen Freunde von Yad Vashem im Wiener Rathaus einmal mehr gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in Österreich Stellung bezogen. Fischer rief dazu auf, an die NS-Zeit und den Holocaust zu erinnern, darüber zu forschen und zu berichten. Die Ehrenpräsidentin des Freundeskreises, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer erklärte, jeder einzelne sei dazu verpflichtet, sich mit der Geschichte zu befassen. Für Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, auch zuständig für die KZ-Gedenkstätte Mauthausen, ist die Erinnerung an den Holocaust ein persönliches Anliegen.

Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) hat seine Datenbanken erweitert. In einer zehnjährigen Forschungsarbeit gemeinsam mit dem "Karl von Vogelsang Institut" wurden die Namen von Opfern der politischen Verfolgung im Nationalsozialismus erfasst und online gestellt. Damit enthalten die Opferdatenbanken auf der Homepage des DÖW mehr als 70.000 Personendaten – davon 63.200 Shoah-Opfer und knapp 8.000 Opfer politischer Verfolgung.

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Bundespräsident Heinz Fischer besucht Tadschikistan und Kirgistan

Bundespräsident Heinz Fischer reist vom 12. bis 15. März nach Tadschikistan und Kirgistan. Begleitet wird er von seiner Ehefrau Margit sowie von Gesundheitsminister Alois Stöger, Außenamts-Staatssekretär Reinhold Lopatka und einer umfangreichen Wirtschaftsdelegation unter Leitung des Vizepräsidenten der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Richard Schenz.

Österreich unterhält seit 21 Jahren diplomatische Beziehungen zu den beiden zentralasiatischen Ex-Sowjetrepubliken, die 1991 unabhängig wurden.

Tadschikistan (7,7 Millionen Einwohner) und Kirgistan (5,5 Millionen Einwohner) haben Kooperationsabkommen mit der EU abgeschlossen. Sie gelten im Gegensatz zum großen öl- und gasreichen Regionalnachbarn Kasachstan als arm und klein. Doch Energie- und Sicherheitsinteressen haben die Region Zentralasien, inklusive Afghanistan, in den Blickpunkt Europas gerückt. Sowohl Kirgistan als auch Tadschikistan verfügen über großes Potenzial in der Wasserkraft – ein Bereich, in dem auch heimische Unternehmen führend sind. Österreichische Direktinvestitionen oder Firmenniederlassungen gibt es bis dato keine.

Bei den Staatsbesuchen sollen aber nicht nur wirtschaftliche Chancen ausgelotet, sondern auch die politischen Beziehungen ausgebaut werden. Fischer ist das erste österreichische Staatsoberhaupt, das Tadschikistan und Kirgistan besucht.

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Wiener UNO-Gipfel: Fischer betonte Österreichs Vorbildrolle bei Diversität

Bundespräsident Heinz Fischer hat in seiner Rede beim hochkarätig besetzten UNO-Gipfel der Allianz der Zivilisationen (UNAOC) am 27. Februar in Wien Österreichs Rolle als mögliches Vorbild eines pluralistischen Staates hervorgehoben: "Dank einer langen Geschichte von Diversität in Österreich haben wir Pluralismus in Sprachen, Religionen und Ethnien", so Fischer. Österreich habe eine stabile, miteinander vereinte Gesellschaft auf Basis einer soliden Wirtschaft und eines funktionierenden Rechtsstaates. Die Erreichung dieses Zustands über Österreichs Grenzen hinaus müsse "möglich sein" für eine gemeinsame, friedliche Zukunft, so Fischer.

Symbolhaft für die Diversität Österreichs sei, dass das Schild der Präsidentschaftskanzlei in der Wiener Hofburg nicht nur auf Deutsch, sondern in fünf weiteren Sprachen angebracht sei: in Slowenisch, Ungarisch, Romanes, Slowakisch und Kroatisch. Weiters verwies der Bundespräsident auf die insgesamt 14 rechtlich anerkannten Glaubens- und Bekenntnisgemeinschaften in Österreich, deren Status auf ein Recht aus dem Jahr 1867 zurückgehe. 1912 sei auch der Islam gesetzlich anerkannt worden, betonte Fischer.

Abschließend sicherte Fischer der UNAOC und ihren Zielen "vollste Unterstützung" von österreichischer Seite zu. Vor Beginn der Konferenz traf Fischer mit UNO-Chef Ban Ki-moon zusammen.

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Hundstorfer: EU-Jugendgarantie nur Startschuss für nächste Etappe

Die EU will die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa mit einer von Österreich angeregten Jugend-Beschäftigungsgarantie bekämpfen. Laut einer von den EU-Sozialministern am 28. Februar in Brüssel beschlossenen Vereinbarung sollen die Mitgliedstaaten künftig sicherstellen, dass alle Unter-25-Jährigen spätestens vier Monate nach Ende ihrer Ausbildung oder nach Verlust des Arbeitsplatzes ein Angebot für einen neuen Job, für einen neuen Ausbildungsplatz oder zumindest einen Praktikumsplatz erhalten. Dafür werden bis 2020 6 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.

Für Sozialminister Rudolf Hundstorfer ist dies allerdings nur ein Startschuss für die nächste Etappe, nämlich mit dem verfügbaren Geld in den betroffenen Regionen zu arbeiten, so Hundstorfer vor MedienvertreterInnen.

Österreich bekomme keinen Euro aus dem Programm, was "auch gut" sei. Hier habe man die Jugend-Garantie bereits 2008 eingeführt. In der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen sinke die Arbeitslosigkeit seit Jahren. In einem nächsten Schritt wolle Österreich für Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr eine Bildungsgarantie für eine schulische oder betriebliche Ausbildung abgeben, erklärte Hundstorfer.

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Burmas Präsident Thein Sein in Wien

Im Rahmen seiner Europa-Reise machte der Präsident von Burma (Myanmar), Thein Sein, am 4. März auch Station in Wien. Er führte Gespräche mit Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Werner Faymann.

Neben politischen und wirtschaftlichen Themen wurden auch Menschenrechtsfragen angesprochen. Thein Sein verwies in diesem Zusammenhang auf die Friedensgespräche mit den ethnischen Volksgruppen und versprach weitere Reformen auf dem Weg seines Landes zur Demokratie.

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Arbeitsmarkt: Zu früh für Entwarnung

Weiterhin hat Österreich mit 4,9 Prozent die geringste Arbeitslosigkeit in der EU und liegt bei der Jugendarbeitslosigkeit hinter Deutschland an zweiter Stelle. Die Beschäftigung steigt wieder etwas stärker als zuletzt, so das Bild des Arbeitsmarktes im Februar. Es sei aber zu früh, um von einer Trendwende zu sprechen: "Bevor sich Europa nicht aus derSpirale der seit fast fünf Jahren anhaltenden Finanzkrise, Wirtschaftskrise, der steigenden Staatsverschuldung und Sparpaketen lösen kann, wird auch die exportabhängige österreichische Wirtschaft nicht genügend Arbeitsplätze schaffen können, um die Arbeitslosigkeit nachhaltig zu senken", unterstrich Sozialminister Rudolf Hundstorfer.

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BIP 2012 mit 0,8 Prozent im Plus

Laut Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) lag das BIP-Plus für das Jahr 2012 bei 0,8 Prozent, 2013 werde Österreichs Wirtschaft real voraussichtlich um ein Prozent wachsen. Österreich entwickle sich bereits zwölf Jahre besser als die Eurozone, das sei "ganz ungewöhnlich", so WIFO-Chef Karl Aiginger. Auch für wichtige Exportmärkte Österreichs, vor allem für Deutschland, zeigten die Vorlaufindikatoren eine Besserungstendenz, hält das WIFO fest. Anfang 2013 habe die Weltkonjunktur jedenfalls wieder angezogen. Getragen werde diese Stabilisierung in erster Linie von den Schwellenländern.

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Inflation im Jänner leicht gesunken

Dank etwas billigerer Mineralölprodukte hat die Teuerung zu Jahresbeginn leicht nachgelassen. Die Jahresinflationsrate verringerte sich im Jänner auf 2,6 Prozent, nach noch jeweils 2,8 Prozent im Dezember und November.

Nahrungsmittel kamen im Jänner um 4,1 Prozent teurer als ein Jahr davor, die Ausgaben für Wohnung, Wasser und Energie waren im Schnitt um 3,0 Prozent kostspieliger.

Der für die Euro-Zone ermittelte heimische Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) legte im Jänner um 2,8 Prozent zu.

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Gewerbeordnung bietet Unternehmen Erleichterungen

Eine Änderung der Gewerbeordnung soll heimischen Unternehmen Verbesserungen etwa bei Betriebsübergaben bringen und den Verwaltungsaufwand reduzieren. Eine entsprechende Novelle wurde am 5. März im Ministerrat beschlossen, gab Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner bekannt.

In Zukunft stellen die Gewerbebehörden ein neues Service zur Verfügung: Jungunternehmer und jene, die eine Firma übernehmen, erhalten künftig auf Antrag von der Behörde eine Zusammenstellung aller Bescheide und Auflagen, die den Betrieb betreffen. Bei besonders kostenintensiven Auflagen kann um einen Aufschub von bis zu fünf Jahren angesucht werden. Zu einer Vereinfachung kommt es bei der örtlichen Zuständigkeit. Es ist jene Bezirksverwaltungsbehörde zuständig, in deren Sprengel sich der größte Anlagenteil befindet. Ein weiterer Punkt der Novelle sieht schnellere Verwaltungsverfahren vor. Schließlich werden auch die bisher hohen bürokratischen Hürden für "Public Viewing"-Veranstaltungen von Gastronomen beseitigt.

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Bund ist Vorreiter bei der Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten

Der zweite Fortschrittsbericht zur Erreichung eines 25-Prozent-Frauenanteils in staatsnahen Betrieben bis Ende 2013 sowie 35 Prozent bis Ende 2018 dokumentiert "äußerst positive Ergebnisse", sind sich Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Frauenministerin Heinisch-Hosek einig: "Der Bund ist 2011 mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung voran gegangen. Im Durchschnitt liegt der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der Unternehmen schon bei 33 Prozent, das ist wirklich erfreulich." Der Bund ist insgesamt an 55 Unternehmen mit 50 Prozent oder mehr beteiligt.

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Staatspreis Multimedia und E-Business

Der E-Day ist die größte und bekannteste Veranstaltung der Wirtschaftskammer Österreich, seine Zielgruppe sind Klein- und Mittelbetriebe. Der "E-Day:13", der am 7. März stattfand, widmete sich allen Facetten der IT-gestützten Zusammenarbeit. Das Wirtschaftsministerium verlieh bei dieser Gelegenheit den Staatspreis Multimedia und E-Business 2013 an die elements.at New Media Solutions GmbH für die Open Source-Anwendung "pimcore". "pimcore" ist ein neues, international äußerst erfolgreiches Open-Source-Content Management Framework für Unternehmen zur Verwaltung und Verknüpfung von digitalen Inhalten, das bereits in 18 Sprachen übersetzt wurde. Der Innovationspreis der Forschungsförderungsgesellschaft für Prototypen, Pilotprojekte und noch nicht am Markt befindliche Produktionen und Anwendungen ging an das Institut für [/en]Software[/en]-Technologie der Technischen Universität Graz. Ausgezeichnet wurde das Projekt "Catrobat", ein Kreativitätswerkzeug für Kinder und Jugendliche.

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ORF und Unterrichtsministerium erweitern Bildungsmedienabkommen

Seit 1996 ist das Bildungsmedienabkommen zwischen ORF und dem Ministerium für Unterricht, Kunst und Kultur ein wichtiger Beitrag für die Vermittlung von Wissen und Bildung sowohl an Schulen als auch in Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Eine hohe Nachfrage nach audiovisueller Unterstützung im Bildungsbereich besteht bei Themen aus Wirtschaft, Naturwissenschaft (Physik, Chemie), Technik, politischer Bildung, zeitgenössischer Kunst und Literatur. Die Mediathek umfasst bereits 2.000 verschiedene Bildungsfilme, die österreichweit von Bildungseinrichtungen abgerufen werden können. Die Produktionen erfreuen sich hoher Akzeptanz in den Schulen. Mit der nun beschlossenen Fortführung des Abkommens wird auch die Online-Nutzung ausgebaut und vereinfacht. Auf einen erfreulichen Nebeneffekt weist Unterrichtsministerin Claudia Schmied hin: "Gleichzeitig stärken wir mit dem Bildungsmedienabkommen heimische Filmschaffende und Filmproduzenten und fördern die schöpferische Tätigkeit im Dokumentar- und Bildungsfilm."

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Initiative "Kulturvermittlung mit Schulen in Bundesmuseen" im Jahr 2013

Die Initiative "Kulturvermittlung mit Schulen in Bundesmuseen", die es nun das vierte Jahr gibt, ist gemeinsam mit dem freien Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 19 eines der Leitprojekte des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur im Rahmen von "Kunst macht Schule". Zwischen den Jahren 2010 und 2012 haben die Bundesmuseen insgesamt 50 neue Vermittlungsprogramme durchgeführt, die das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur mit rund 1.015.538 Euro unterstützt hat. Im Schuljahr 2013/2014 werden 16 neue Vermittlungsaktivitäten gefördert, 401.504 Euro stehen dafür zur Verfügung. Die Auswahl der Projekte erfolgt durch eine internationale Fachjury. "Es ist mir ein ganz besonderes Anliegen, speziell jene Kinder und Jugendlichen anzusprechen, die sonst nur schwer Zugang zu Museen finden. Dazu zählen einerseits Kinder und Jugendliche aus den Bundesländern, die über Projekte wie die Wienwoche Kontakt zu den Bundesmuseen finden können. Zum anderen solche mit Migrationshintergrund, die ich für die Kultur ihrer neuen Heimat interessieren möchte", erläutert Unterrichtsministerin Claudia Schmied. Der Schwerpunkt der Projekte liegt heuer auf der Entwicklung von Angeboten für Schulen außerhalb Wiens: Alle Bundesmuseen entwickeln oder erweitern ihre Internetplattformen mit Vermittlungsangeboten und bieten Unterrichtsmaterialien zum Download an, die von Schulen als Unterstützung für einen Museumsbesuch genutzt werden können.

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Facharbeiter-Ausbildungsinitiative

"Wir haben in der heutigen Regierungssitzung plangemäß die Facharbeiter-Ausbildungsinitiative beschlossen. Damit bekommen rund 3.000 junge Menschen die Möglichkeit, einen Lehrabschluss nachzuholen. Sie haben nun einen Rechtsanspruch, als ordentliche Schülerinnen und Schüler einer Berufsschule aufgenommen zu werden. Wir haben damit ein weiteres Vorhaben, das wir im Zuge der Regierungsklausur definiert haben, verwirklicht", informierte Bundeskanzler Werner Faymann am 5. März in Anschluss an den Ministerrat. Ein weiteres bildungspolitisches Anliegen sei das neue Lehrerdienstrecht, das ebenfalls noch vor den Wahlen Ende September auf den Weg gebracht werden solle.

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Wissenschaftsministerium fördert Frauen in Wissenschaft und Forschung

Anlässlich des Internationalen Frauentages verweist Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle auf Erfolge bei der Unterstützung von Frauen in Wissenschaft und Forschung. Dazu zählen etwa die beiden FWF-Programme Hertha Firnberg und Elise Richter zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen. Bei den Studierenden gebe es bereits eine weibliche Mehrheit von 53 Prozent. Auch der Frauenanteil bei den Professoren ist zuletzt weiter gestiegen und liegt mittlerweile bei 21,5 Prozent. An der Spitze der heimischen Universitäten holen die Frauen ebenso auf: Derzeit gibt es vier Rektorinnen, im Herbst folgt an der Medizinischen Universität Innsbruck mit Helga Fritsch die fünfte Rektorin.

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Österreichisches Patentamt zeichnet Erfindungen des Jahres aus

Für die Entwicklung eines Scheinwerfers, der es ohne Beeinträchtigung entgegenkommender oder vorausfahrender Fahrzeuge ermöglicht, dauerhaft mit Fernlicht zu fahren, wurde die in Wieselburg () angesiedelte Zizala Lichtsysteme GmbH mit dem ersten Platz im "Inventum-Wettbewerb" für das "Patent des Jahres" ausgezeichnet. Jedes Jahr werden über 3.000 Erfindungen beim Österreichischen Patentamt angemeldet, was das hohe Kreativitätspotenzial der heimischen Wirtschaft beweist.

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Filmfestival Diagonale in Graz

Das Filmfestival Diagonale, das vom 12. bis 17. März stattfindet, sieht zur Eröffnung Ulrich Seidls "Paradies: Hoffnung" und die Verleihung des Diagonale-Schauspielpreises an Maria Hofstätter vor. Neben einem außergewöhnlichen Jahresüberblick, in dem natürlich auch Michael Hanekes Oscar-Film "Liebe" gezeigt wird, und interessanten Spielfilmdebüts werden auch Specials zu Josef Dabernig (von dem auch der Trailer stammt), Michaela Grill (eine der wichtigste Vertreterin digitaler Kunst), dem deutschen Regisseur Dominik Graf und dem österreichischen Regisseur und Produzenten Paul Czinner (historisches Spezialprogramm mit Werken aus den 30er-Jahren) geboten.

Neben neuen Arbeiten von Florian Flicker ("Grenzgänger") und Barbara Albert ("Die Lebenden") stechen bei den Debüts junger Regisseure "Deine Schönheit ist nichts wert" von Hüseyin Tabak, "Mein blindes Herz" von Peter Brunner, "Soldat Jeannette" von Daniel Hoesl und "Talea" von Katharina Mückstein hervor, die jeweils unterschiedliche filmische Möglichkeiten sichtbar machen.

Heuer werden insgesamt 156 Filme und Videos im Rahmen von 136 Vorstellungen zu sehen sein, wobei 98 Arbeiten davon auch im Wettbewerb vertreten sind.

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Osterklang-Festival 2013 auf dem Weg "in die Freiheit"

Erstmals wird das von 23. bis 31. März stattfindende Festival, das sich jährlich in der Karwoche mit Bach und Händel der Besinnung auf "wesentliche Aspekte des menschlichen Lebens" verschrieben hat, in einem Kirchenraum eröffnet: Erwin Ortner wird Bachs h-moll-Messe in der Hofburgkapelle aufführen, eine Messe, die Liszt einst als "Mont-Blanc der Kirchenmusik" bezeichnet hatte. (Mitwirkende: Ensemble Prisma unter Thomas Fheodoroff, Gesangssolisten der neuen Kammeroper, Arnold Schoenberg Chor).

Ein weiteres Werk Bachs wurde von Rudolf Leopold rekonstruiert: Die Markus-Passion, von der nur das Libretto und ein Hinweis auf eine Aufführung im Jahr 1731 erhalten sind, wird am Karsamstag (30. März) in der Minoritenkirche aufgeführt. Im Theater an der Wien finden zwei konzertante Abende mit Händels Oratorium "Solomon" (Martin Haselböck dirigiert die Wiener Akademie) und der Serenata "Acis und Galatea" (Paul Goodwin und das Kammerorchesterbasel) statt.

Dem Generalthema Freiheit sind drei Programme gewidmet: Bei Beethovens "Fidelio" in der Regie von Herbert Föttinger und mit Nikolaus Harnoncourt am Pult kommt ebenfalls der Schoenberg Chor zum Einsatz, außerdem sind Juliane Banse, Martin Schade und Anna Prohaska dabei (ab 24. März). Die neue Kammeroper wird aus Anlass von Benjamin Brittens 100. Geburtstag mit zwei Kirchenopern-Einaktern eingebunden: Walter Kobera leitet "Curlew River" und "The Prodigal Son" (ab 25. März). Am Karfreitag in der Minoritenkirche liest Klaus Maria Brandauer in der Haft entstandene Texte des Theologen Dietrich Bonhoeffer, untermalt von Cello-Stücken von Bruch, Bach und Kurtag (Franz Bartolomey).

Das traditionelle Abschlusskonzert der Wiener Symphoniker "Frühling in Wien" findet am Ostersonntag im Musikverein statt, diesmal mit Jahresregent Guiseppe Verdi, aber auch mit Puccini, Rossini und Respighi.

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Kunstkammer feierlich eröffnet

Nach zehnjähriger Schließungszeit, viel Vorauswerbung und einer Feier am 28. Februar eröffnete das Kunsthistorische Museum (KHM) am 1. März seine Kunstkammer dem Publikum. Kulturministerin Claudia Schmied zeigte sich beeindruckt: "Das ist die weltbeste Präsentation von Kunstgegenständen, die ich bisher gesehen habe", so Schmied über die 18,56 Millionen Euro teure Neupräsentation von 2.162 Objekten auf 2.717 Quadratmetern, während Generaldirektorin Sabine Haag von "in jeder Hinsicht state of the art" sprach, mit der die Schätze des Hauses ins rechte Licht gerückt würden. Tatsächlich sind Prunk und Opulenz, Raffinesse und Delikatesse überwältigend und werden von der modernen und zurückhaltenden Präsentationsweise noch unterstrichen (Kurator: Franz Kirchweger, Vitrinen: Stuttgarter Büro hg merz, Luster: Olafur Eliasson). Zeitfenster-Tickets

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Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) dokumentiert 75 Jahre Anschluss

Mit der von Bernhard Fetz kuratierten Ausstellung "Nacht über Österreich. Der Anschluss 1938 – Flucht und Vertreibung" zeichnet die ÖNB mittels eindrücklicher Fotos, persönlicher Erinnerungen und literarischer Reaktionen von Zeitgenossen eine Chronologie der damaligen Ereignisse.

Ihr werden die Lebensgeschichten jüdischer Persönlichkeiten, Künstlerinnen und Künstler gegenübergestellt, die rechtzeitig ins rettende Exil fliehen konnten, wie der Schriftstellerin Hilde Spiel, des Schönberg-Schülers Egon Wellesz, der Malerin Soshana oder der Salonnière Berta Zuckerkandl, deren Fluchttagebuch erstmals öffentlich zu sehen ist.

"Nacht über Österreich", deren rund 200 Exponate aus den Sammlungen der ÖNB stammen, dokumentiert bis 28. April dieses dunkle Kapitel in der Geschichte des Landes in unmittelbarer Nähe jenes Balkons am Heldenplatz, auf dem am 15. März 1938 Adolf Hitler seine berühmt-berüchtigte Rede zur "Heimkehr" seines Geburtslandes ins Deutsche Reich hielt.

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Online-Datenbank zu NS-Kunsthandel:

Der österreichische Kunsthistoriker Christian Huemer koordiniert das Projekt "German Sales 1930-1945" des Getty Research Institute in Los Angeles, im Zuge dessen erstmals rund 2.600 Auktionskataloge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz digitalisiert und in einer eigens aufgebauten Datenbank erfasst wurden. Bisher wurden bei Entschädigungs- und Restitutionsverfahren Auktionskataloge häufig nicht mit einbezogen, jetzt können nicht nur fragliche Provenienzen beleuchtet, sondern auch Zusatzinformationen wie Preis, Käufer oder kunsthistorische Kommentare per Mausklick abgerufen werden, was ein Meilenstein in der Provenienzforschung darstellt.

Rund 35 Institutionen haben ihre Auktionskataloge zur Verfügung gestellt, darunter etwa das Belvedere, das Österreichische Museum für Angewandte Kunst (MAK) sowie die Österreichische Nationalbibliothek. Daten kamen auch von der Österreichischen Kommission für Provenienzforschung, der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und dem Dorotheum. Der Provenance Index, auf den Forscher weltweit gratis zugreifen können, soll laufend erweitert werden. Zusätzlich sollen heuer und 2014 Tagungen für Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Kunstmarkt der NS-Zeit stattfinden.

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Jüdisches Museum Wien zeigt Humor

Nach einem erfolgreichen Jahr 2012 mit rund 100.000 BesucherInnen feiert das Museum 2013 seinen 25. Geburtstag und 20 Jahre im Palais Eskeles. Anlässlich dieses Jubiläums wird im Herbst eine neue Dauerausstellung zur Wiener jüdischen Geschichte vorgestellt und die Reihe "Jewish Museum Contemporary" fortgesetzt.

Zunächst aber wird am 20. März die Schau "Alle meschugge? Jüdischer Witz und Humor" eröffnet, die den zumeist warmherzigen und menschenfreundlichen, nach dem Holocaust aber auch schwarzen jüdischen Humor reflektiert. Neben Persönlichkeiten wie Ephraim Kishon, Billy Wilder, Mel Brooks oder Woody Allen wird auch die Hochblüte der Unterhaltungskultur in Wien und Berlin in Kabarett, Revue und Film präsentiert: Karl Farkas, Fritz Grünbaum, Hermann Leopoldi, Friedrich Hollaender, Kurt Tucholsky und Ernst Lubitsch; das "Simpl" und das "Kabarett der Komiker". Gemeinsam werden jüdische und nichtjüdische Stars vom NS-Regime verfolgt – Ermordung im KZ oder Flucht ins Exil beenden diese ruhmreiche Ära. Doch sogar in Theresienstadt und anderen Lagern wird Kabarett gespielt. Anders als Berlin kann das Wien der Nachkriegszeit an die jüdische Tradition des Humors anknüpfen, dafür stehen Namen wie Georg Kreisler, Gerhard Bronner, Hugo Wiener und einmal mehr Karl Farkas. Bis 8. September.

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Karikaturmuseum Krems: Ausblick 2013

Auch 2013 will das Karikaturmuseum Krems seinen Weg "mit Humor und kritischem Blick auf aktuelle Entwicklungen" fortsetzen, so Direktor Gottfried Gusenbauer.

Die Erich Sokol Retrospektive "Gnadenlos genial" ist noch bis 20. Mai 2013 zu sehen. Bezug nehmend auf das Wahljahr stellte Gusenbauer auch eine Auswahl der besten politischen Karikaturen von "Ironimus" Gustav Peichl zusammen ("Qual der Wahl", bis 1. September 2013).

Mit "Lucky Luke. Neues aus dem Wilden Westen von Achde" (2. Juni bis 17. November 2013) reitet ein Comic-Cowboy in Krems ein. Achde ist Nachfolger des 2001 verstorbenen belgischen Zeichners Morris und "Vater" von Lucky Luke.

In Kooperation mit der Staatlichen Graphischen Sammlung München, Pinakothek der Moderne, wird die Schau "Karl Arnold. Zeichner des Simplicissimus" (8. September 2013 bis Jänner 2014) gezeigt. Arnold (1883 bis 1953) schilderte Glamour und Alltagsleben ebenso wie gesellschaftliche Abgründe der 1920er- und 1930er-Jahre. Schnittstellen zu Literatur und Theater stellt der österreichische "Max und Moritz"-Preisträger Nicolas Mahler her, der unter anderem Thomas Bernhards "Alte Meister", Lewis Carroll, H. C. Artmann und Emil M. Cioran zeichnerisch adaptiert ("Nicolas Mahler. Wer alles liest, hat nichts begriffen", 29. November 2013 bis März 2014).

Die Künstlerin Julia Gordon aus Hamburg nimmt am "Artist in Residence"-Programm des Landes Niederösterreich für Comic und Karikatur teil.

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Zehn Millionen Euro zur Förderung von Elektro-Mobilität in Österreich

Österreichs Straßenverkehr zählt trotz einer kleinen Trendwende in den vergangenen Jahren zu den größten Klimasündern im Land. Eine der zahlreichen Maßnahmen dagegen ist das Förderprogramm für Elektro-Mobilität des Umweltministeriums, das 2013 mit zehn Millionen Euro dotiert wurde und Betrieben und Gemeinden etwa bei der Umrüstung ihrer Autoflotten helfen soll. Geht es nach den Plänen von Umweltminister Nikolaus Berlakovich, soll das Programm bis 2020 laufen und einen deutlichen Entwicklungsschub bei Elektro-Fahrzeugen bringen.

Ziel ist es generell, von fossilen Brennstoffen unabhängig zu werden und erneuerbare Energieträger zu etablieren. Bei einer Pressekonferenz am 6. März zog Berlakovich Bilanz des Programms "klima:aktiv mobil": 56,3 Millionen Euro seien bisher ausgeschüttet worden, die wiederum 412 Millionen Euro an Investitionen ausgelöst hätten. 540.000 Tonnen CO2 habe man damit eingespart, zudem seien 2.800 Unternehmen, 500 Städte und Gemeinden sowie 500 Tourismusbetriebe und 200 Bildungseinrichtungen als Projektpartner gewonnen worden, betonte Berlakovich. Weiters seien 12.400 E-Fahrzeuge gefördert, 112 Radprojekte umgesetzt und dadurch 4.600 "Green Jobs" gesichert bzw. geschaffen worden.

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Österreich EU-weit führend bei Kompostierung von Abfällen

Österreich ist bei der Kompostierung kommunaler Abfälle führend in der EU. Eurostat hat am 4. März Daten veröffentlicht, wonach in Österreich 34 Prozent der Abfälle kompostiert werden, EU-weit sind es nur 15 Prozent.

Beim Recycling von Abfällen liegt Deutschland mit 45 Prozent an der Spitze, in Österreich werden 28 Prozent der Abfälle auf diese Art wiederverwertet. Den höchsten Anteil bei der Verbrennung von Abfällen weist Dänemark mit 54 Prozent auf, in Österreich werden 35 Prozent des Mülls verbrannt. Eklatante Unterschiede zeigen sich beim Deponieren von Abfällen: Während in Österreich nur 3 Prozent des Mülls auf Deponien landen, werden in Bulgarien 94 Prozent, in Rumänien gar 99 Prozent der Abfälle deponiert.

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Earth Hour 2013: Alle österreichischen Landeshauptstädte nehmen teil

Die Earth Hour ist die größte weltweite Aktion für den Klimaschutz und findet 2013 zum siebenten Mal statt. Am 23. März werden zwischen 20:30 und 21:30 Uhr wieder die Lichter bekannter Sehenswürdigkeiten ausgehen. In Österreich haben heuer alle neun Landeshauptstädte zugesagt, die Beleuchtung an ihren Wahrzeichen auszuschalten.

Teilnehmer sind unter anderem das Justiz- und das Wissenschaftsministerium sowie 14 Wiener Luxushotels, die ihre Außen- und Innenbeleuchtung abdrehen und Gäste über die Aktion und das Thema Klimaschutz informieren wollen. Auch viele Unternehmen machen mit.

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Wien mit sechstgrößtem Straßenbahnnetz der Welt

Wien rangiert punkto Straßenbahnnetz unter den Top Ten: Laut einer Studie des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) verfügt die Bundeshauptstadt mit 174 Kilometern (km) über das sechstgrößte Straßenbahnnetz der Welt. Insgesamt waren 2012 rund 295 Millionen Personen mit Wiens Straßenbahnen unterwegs.

An der Spitze liegen Melbourne (245 km), St. Petersburg (240 km), Sofia (195 km), Berlin (190 km) und Moskau (181 km).

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Wintersaison 2012/13: Neue Rekorde zur Halbzeit

Für die laufende Wintersaison 2012/13 zeichnen sich zur Halbzeit neue Rekordwerte ab. Von November 2012 bis Jänner 2013 stiegen die Nächtigungen um 2,1 Prozent auf 28,64 Millionen, die Ankünfte legten um 0,8 Prozent auf 7,67 Millionen zu. Beide Werte übertrafen laut Statistik Austria die bisherige Rekordsaison 2011/12 – bei den Nächtigungen um rund 600.000, bei den Ankünften um rund 60.000. Über die Hälfte aller ausländischen Nächtigungsgäste kam aus Deutschland. Hier sieht die heimische Tourismusbranche noch weiteres Potenzial.

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Österreichs Bürgerinnen und Bürger in der EU am reisefreudigsten

Österreicherinnen und Österreicher sind die reisefreudigsten EU-Bürgerinnen bzw. Bürger. Auch für 2013 planen 91 Prozent trotz anhaltender Wirtschafts- und Finanzkrise einen Urlaub. An zweiter Stelle liegen die Deutschen mit 90 Prozent. Der EU-Durchschnitt beträgt 75 Prozent. Schlusslichter sind laut aktueller Eurobarometer-Umfrage vom 6. März die Griechen (62 Prozent).

Österreich zählt außerdem zu den Top 5 EU-Reisezielen für Touristinnen bzw. Touristen aus anderen Ländern. Österreich liegt gemeinsam mit Deutschland an vierter Stelle: Jeweils 4 Prozent wollen heuer in einem der beiden Länder Urlaub machen.

Vor Österreich liegen Spanien (12 Prozent), Italien (8 Prozent) und Frankreich (7 Prozent).

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