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Die Entwicklung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes stand im Zentrum der ersten Arbeitssitzung der Bundesregierung bei der Klausur in Graz
„Wir werden nicht nachlassen, die aktive Arbeitsmarktpolitik zu stärken", sagte Bundeskanzler Werner Faymann im Anschluss an die Vormittagssitzung der Klausur der Bundesregierung. "Wir wollen uns nicht damit begnügen, passiv Arbeitslosengeld auszuzahlen, sondern wir wollen vor allem auch jungen Leuten Ausbildung bieten, und ihnen einen Ausbildungsplatz garantieren."
Wie erfolgreich die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bei den Jungen sei, dokumentierte im Anschluss Sozialminister Rudolf Hundstorfer: Es gebe bereits eine Verflachung des Anstiegs der Arbeitslosigkeit bei den 20 bis 24-Jährigen und sogar einen Rückgang der Quote bei den 15 bis 19-Jährigen.
In Österreich stehen derzeit 130.255 Lehrlinge in Ausbildung, ergänzte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Das seien angesichts der Krise und von geburtenschwachen Jahrgängen hervorragende Zahlen.
Eurostat stellt Österreich jedenfalls insgesamt ein gutes Zeugnis aus: Die Arbeitslosenrate liege laut den jüngsten Zahlen, bei nur 5,3 Prozent (bereinigt um die Saisonarbeitslosigkeit), zudem sei die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen seit Ende Oktober rückläufig, berichtete der Sozialminister.
Es mache daher Sinn in Bildung, Forschung und Innovation zu investieren, betonte der Bundeskanzler. "Wir haben die zweitgeringste Arbeitslosigkeit und auch die zweitgeringste Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Das passiert nicht von selbst. Das ist unserer Wirtschaft zu verdanken, den gut funktionierenden Klein- und Mittelbetrieben, aber auch der Industrie, die in die Forschung investiert." Aber es sei auch den Rahmenbedingungen zu verdanken, die die Politik mit Förderungen für Bildung und Innovation setze. "Wir sind vorsichtig positiv, mit einer Entwarnung müssen wir noch warten, bis die Wirtschaft stark genug ist - und damit meine ich die Realwirtschaft, nicht die der Spekulanten." Und weiter: "Wir müssen das Wachstum erst in Schwung bringen. Dafür brauchen wir Forschung, Innovation und Ausbildung, das gehört ja alles zusammen und das wird auch unser Schwerpunkt am Nachmittag werden", schloss Faymann.
Rückfragehinweis:Mag. Leo SzemelikerPressesprecherKabinett des BundeskanzlersTel.: +43 1 531 15-2090Mobil: +43 664 282 25 00
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