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Es sollte längst eine Selbstverständlichkeit sein, dass Frauen eine Universität leiten
"Zum zweiten Mal ist nun amtlich bestätigt, dass eine Frau bei der Bestellung eines Rektoratspostens diskriminiert wurde", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in Reaktion auf das Gutachten der Bundes-Gleichbehandlungskommission zum Fall Margarethe Hochleitner. Wie zuvor schon Clementine Deliss an der Akademie der bildenden Künste sei auch Hochleitner an der Medizinischen Universität Innsbruck einfach nicht zum Zug gekommen, weil sie eine Frau ist.
"Bei mir schrillen wirklich die Alarmglocken. Die einzige Rektorin, die es jemals gab, wurde nach nur knapp einem Jahr abgelöst. Zwei Frauen, die versucht haben, an die Spitze einer Universität zu kommen, wurden diskriminiert. Österreich gibt hier kein gutes Bild ab. Im 21. Jahrhundert sollte es längst eine Selbstverständlichkeit sein, dass Frauen eine Universität leiten", so die Ministerin weiter.
Die Situation sei unerträglich. Im Jahr 2011 würden 17 Rektoratsposten ausgeschrieben. Da sei sehr sorgfältig darauf zu achten, dass nicht wieder 17 Männer bestellt werden, sagte Heinisch-Hosek.
"Ich werde mit Wissenschaftsministerin Karl ein ernsthaftes Gespräch darüber führen, wie wir sicherstellen können, dass Frauen, die sich für diese Spitzenpositionen bewerben, nicht benachteiligt werden, nur weil sie Frauen sind. Ich werde die bevorstehenden Bestellungsvorgänge sehr genau beobachten", so die Frauenministerin abschließend.
Rückfragehinweis:Mag. Dagmar StrobelPressesprecherin derBundesministerin Gabriele Heinisch-HosekTel.: +43 1 531 15-2149E-Mail: dagmar.strobel@bka.gv.at
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