26.10.2009
Bundeskanzler Faymann: "Die österreichische Erfolgsformel heißt: Gemeinsamkeit."

Zitate aus der Rede des Bundeskanzlers anlässlich der Sondersitzung des Ministerrates zum Nationalfeiertag

"Am 26. Oktober 1955 erhielt die junge Zweite Republik ihre Seele: Österreich als neutraler Staat, als Staat des Friedens und der Verständigung", sagte Bundeskanzler Werner Faymann in seiner Rede anlässlich des Sonderministerrates zum Nationalfeiertag im Bundeskanzleramt in Wien. Der Kanzler erinnerte an den Beschluss des Neutralitätsgesetzes an diesem Tag. "Bis heute verdanken wir die Stellung Österreichs in einem friedlichen und geeinten Europa ganz besonders dieser Definition", so Faymann.

Faymann betonte: "Jene Generationen von Österreicherinnen und Österreichern, die unter Krieg und Unrecht litten, haben aber sehr wohl gelernt: Statt dem Trennenden müssen wir das Gemeinsame suchen. So lautet die wichtigste Botschaft des 26. Oktobers: Frieden gibt es nicht ohne Demokratie und Demokratie gibt es nicht ohne Gerechtigkeit."

Der Bundeskanzler forderte in seiner Rede in Anwesenheit der gesamten Bundesregierung, dass Europa den sozialen Ausgleich in den Mittelpunkt seiner Politik stellen müsse: "Daher werden Gerechtigkeit und sozialer Friede gerade in den Folgejahren der Wirtschaftskrise zu den wichtigsten Prüfsteinen. Und ein weiteres Mal sei auch betont, dass ein selbstbewusstes und einiges Europa nicht kleinmütig sein darf, wenn es um die demokratische Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger an diesem Projekt geht."

Österreich habe sich vor allem wegen der Betonung der Gemeinsamkeiten - im Laufe der Geschichte wie auch heute in der Wirtschaftskrise - behaupten können: "Österreich gehört heute zu den zehn wohlhabendsten Nationen der Welt; Österreich hat selbst in der Krise den Trumpf des Gemeinsamen gut nutzen können - europaweit haben wir die zweitniedrigste Arbeitslosenrate und den geringsten Zuwachs bei Arbeitslosen. Unser Sozialsystem bewundern genauso viele wie die verlässliche medizinische und pflegerische Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger", sagte Faymann.

Der Bundeskanzler appellierte schließlich an alle konstruktiven Kräfte im Land, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen und nicht Bevölkerungsgruppen - Ältere und Jüngere, Studierende und Bauern oder Lehrlinge, Arbeitgeber und Arbeitnehmer - gegeneinander auszuspielen und aufzuhetzen: "Handeln wir alle als gute Schüler der Geschichte. Zeigen wir, dass wir gelernt haben. Die österreichische Erfolgsformel heißt: Gemeinsamkeit."

Bilder zum Sonderministerrat sind kostenfrei über das Fotoservice des Bundespressedienstes unter http://fotoservice.bundeskanzleramt.at abrufbar.

Rückfragehinweis:
Pressesprecherin des Bundeskanzlers
Mag. Angelika Feigl
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