18.05.2009
Werner Faymann: „Österreich bleibt als verlässlicher Partner im Forschungsprojekt CERN.“

Reputation und Ansehen sind übergeordnete Interessen

„Österreich ist seit mehr als 50 Jahren Mitglied beim CERN. Eine Reihe von Erfolgen österreichischer Wissenschafter und Wissenschafterinnen stehen im Kontext mit CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire)und werden es auch in Zukunft tun“, sagte Bundeskanzler Werner Faymann bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wissenschaftsminister Johannes Hahn.

Forschung sei eines der wichtigsten Themen für die Zukunft unseres Landes. „Wir wissen, dass Forschung Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit braucht“, sagte Faymann. Es ginge nicht an, dass Mitglieder langfristiger Forschungsprojekte aus reinem Eigeninteresse austreten. Deshalb gehe es gerade bei internationalen Forschungsprojekten um Reputation und Ansehen eines Landes. Dies habe für die Entscheidung zum Verbleib beim CERN übergeordneten Stellenwert.

Die österreichische Mitgliedschaft beim CERN sei damit außer Frage gestellt. Gleichzeitig stimmte Faymann aber mit Wissenschaftsminister Johannes Hahn darin überein, dass Verbesserungen in der österreichischen Forschungslandschaft ein Ziel sein sollen. Hahn regte auch an, dass innerhalb des CERN über eine Modernisierung der Strukturen nachgedacht werden solle.

Die Mitgliedschaft beim CERN kostet Österreich jährlich 20 Millionen Euro, die Hahn lieber für andere Projekte genutzt hätte. Er nehme jedoch die Entscheidung des Verbleibes, in Anbetracht übergeordneter staatlicher Interessen, zu Kenntnis.