25.03.2009
Heinisch-Hosek: Etwa 15 Prozent der Gehaltsunterschiede bestehen, weil eine Frau eine Frau ist

Initiative des ÖAAB ist zu begrüßen

"Endlich kommt Bewegung in die Diskussion um die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen. Daher ist die Initiative des ÖAAB sehr zu begrüßen", sagte Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek in Reaktion auf den offenen Brief des ÖAAB an die Sozialpartner zum Thema "Gleichbehandlung im Gehaltsschema".

Es gebe vielerlei Gründe für die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen; sei es die hohe Teilzeitquote bei Frauen oder die spezifischen Karriereverläufe (Babypause), führte die Frauenministerin aus. "Alleine 12 bis 15 Prozent der Gehaltsunterschiede ergeben sich nur aus dem Umstand, dass eine Frau eine Frau ist", so Heinisch-Hosek und verwies dabei auf den Einkommensbericht des Rechnungshofes und die Daten der EU-Kommission.

"Das müssen wir dringend angehen". Als ersten Schritt würde sie vorschlagen, mit transparenten Einstiegsgehältern zu beginnen. "In jedem Betrieb sollte ersichtlich sein, mit welchem Gehalt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter starten", erläuterte Heinisch-Hosek ihren Vorschlag. Transparente Einstiegsgehälter würden Berufseinsteigerinnen bei Gehaltsverhandlungen helfen und könnten für Mädchen und junge Frauen eine Orientierungshilfe bei der Berufswahl sein.

Die Ministerin machte klar, dass sie für die Gespräche mit den Sozialpartnern sehr offen sei und es jetzt darum gehe, Ideen zu sammeln, um die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen zu verringern. "Endlich reden wir über konkrete Schritte, wie wir zur Gleichbehandlung bei den Gehältern kommen. Das ist im Sinne der Frauen ein erfreulicher Schritt", schloss Heinisch-Hosek.

Die Ministerin habe die Sozialpartner und die Industriellenvereinigung zum Thema "Gleichstellung von Frauen am Arbeitsmarkt" zu einem Runden Tisch eingeladen. Alle würden an einem Strang ziehen und nun gehe es darum, im Sinne der Frauen in unserem Land auch substantiell etwas weiterzubringen, schloss die Ministerin.

Rückfragehinweis:
Mag. Dagmar Strobel
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: +43/1/53115 - 2149
E-Mail: dagmar.strobel@bka.gv.at