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"Müssen in globaler Gesellschaft Regeln und politische Instrumentarien entwickeln"
"Das Buch 'Alte Staaten - neue Welt' beschreibt den Niedergang der Nationen hin zu einer globalen Gesellschaft. Die Thematik von nationaler Ökonomie versus globaler Ökonomie wird besprochen. Mit dem Fallen der Grenzen fallen teilweise auch die Grenzen in unseren Köpfen", erläuterte SPÖ-Staatssekretär Andreas Schieder bei der Buchpräsentation von "Alte Staaten - neue Welt: Stabilität und Wandel in den internationalen Beziehungen" von dem Botschafter Österreichs beim Europarat und ehemaligen ÖVP-Nationalrat Wendelin Ettmayer. Die Veranstaltung wurde von Nationalratspräsidenten Michael Spindelegger eröffnet. Die Leiterin des Institutes für Strategie und Sicherheitspolitik der Landesverteidigungsakademie Andrea Riemer, Botschafter Emil Brix, Staatssekretär Andreas Schieder und der Autor selbst diskutierten am Podium. Kernthemen des Gesprächs bildeten die neuen Herausforderungen im Bereich der Außenpolitik und die Dialektik der Globalisierung.
"Wir können uns als ein Teil einer globalen Kultur sehen. Die Grenzen verschwinden zunehmend. Auch im Bereich der Wissenschaft, der Kultur und des Sports kann von einer transnationalen Ausrichtung gesprochen werden", betonte Schieder. Die zunehmende Globalisierung stelle jedoch auch negative Aspekte dar. "So hat sich auch die Dimension des Terrors gewandelt. Während es früher so war, dass es terroristische Organisationen gab, weil nationale Befreiungsorganisationen um ihre Land kämpften, ist der heutige Terror vom Konzept der Nation losgelöst. Al Kaida und Osama bin Laden geht es nicht um ein Territorium, sondern um einen internationalen Terror, der sich im 'Franchise-System' auch in anderen Ländern wiederfindet. Wie das Beispiel der Al Kaida im Maghreb deutlich macht", führte Schieder aus.
Der globale Welthandel brauche politische Strukturen. Handlungsbedarf sieht Schieder im Bereich der Finanzsysteme. "Die aktuelle Lage macht deutlich, dass wir endlich eine Weltfinanzorganisation zur Regulierung der globalen Finanzströme brauchen. Und auch im Bereich der WTO wird eine Weiterentwicklung hin zu einer parlamentarischen Struktur nötig sein." Das Buch thematisiere genau diesen Wandel und die Forderung nach Stabilität, um Sicherheit auch zukünftig zu gewährleisten, schloss Schieder.
Rückfragehinweis:Mag. Jürgen SchwarzPressesprecherBüro des Staatssekretärs für Öffentlichen Dienst und VerwaltungsreformTel.: +43/1/53115 - 2830Mobil: +43/664/6106376E-Mail: juergen.schwarz@bka.gv.at
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