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Eine stärkere Auseinandersetzung mit den regionalen Auswirkungen des Zusammenwirkens von Bundes-, Länder- und Gemeindepolitik forderte Regionalministerin Heidrun Silhavy bei der gestrigen Abschlussveranstaltung des Projektes „Demografie: Zukunft erkennen – Zukunft gestalten“ in Spielfeld. „Die Menschen stehen für mich im Zentrum des politischen Handelns und leben schließlichin konkreten Orten und Regionen. Daher muss die Politik auf allen Ebenen sich auch wieder in gemeinsamer Zusammenarbeit um die Regionen bemühen – am besten durch eine starke Regionalpolitik“, so Silhavy.
Das Projekt Demografie, das von den Stadtwerken Judenburg initiiert und getragen wurde, setzt sich intensiv mit den Potenzialen der obersteiermärkischen Region Aichfeld-Murboden auseinander, deren demografische Daten auf einen starken Bevölkerungsrückgang in den kommenden Jahren hinweisen. Durch Aktivierung und Zusammenarbeit von Entscheidungsträgern der Region wurden in den vergangenen zwei Jahren unter reger Beteiligung der Bevölkerung mehrere Initiativen angestoßen, die beispielsweise die Abwanderung der gut ausgebildeten jungen Bevölkerung verringern soll. Auch gemeinsame Aktivitäten gegen den Abfluss von Kaufkraft aus der Region, Vernetzung und Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen oder für einen Ausbau der Glasfaserverbindungen wurden gesetzt.
Silhavy gratulierte dem Vorstand der Judenburger Stadtwerke, Ing. Mag. Manfred Wehr stellvertretend für alle Beteiligten für deren Mut, Ausdauer und Engagement, sich mit einem Thema öffentlich auseinander zu setzen, das zwar viele Regionen Österreichs betrifft, über das aber kaum zu sprechen gewagt wird. „Viele aktuelle Probleme auf kommunaler Ebene könnten durch eine verbesserte Zusammenarbeit von Gemeinden, Ländern und in manchen Fällen auch des Bundes gemildert werden. Auf Bundesebene werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, dass eine neue Bundesregierung hier bessere Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit bietet, damit die Lebensqualität in allen Regionen gesichert wird“, so Silhavy. Die Ministerin verwies dabei auch auf die Ergebnisse der Österreichischen Raumordnungskonferenz, die sie im Oktober zu ihrer ersten politischen Sitzung seit neun Jahren einberufen hatte: „Das neue Raumordnungskonzept, auf dessen Ausarbeitung sich die politischen Vertreterinnen und Vertreter geeinigt haben, wird als eines seiner Grundprinzipien betonen, dass keine Region in Österreich aufgegeben wird. Durch verbesserte Kooperation aller Gebietskörperschaften und eine höhere Verbindlichkeit sollen die großen Zukunftsfragen für die Regionen, wie beispielsweise der demografische Wandel oder die Gewährleistung der Daseinsvorsorge im Sinne der Bevölkerung in den Regionen positiv gestaltet werden“, so Silhavy.
Rückfragehinweis:Büro der BundesministerinDipl.Ing. Michael RothMinoritenplatz 31014 WienTel.: +43/1/53115 - 2149Fax: +43/1/53109 - 2149E-Mail: michael.roth@bka.gv.atwww.bka.gv.at/regionalpolitik
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