Mittwoch, 10. September 2014

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Bundeskanzler Faymann: Neues Regierungsteam mit ganzem Einsatz

Das Ableben von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (2. August) sowie der Rücktritt von Vizekanzler Finanzminister Michael Spindelegger (26. August) haben zu einer größeren Umbildung innerhalb der Bundesregierung geführt. Neue Präsidentin des Nationalrats ist die vormalige Verkehrs- bzw. Infrastrukturministerin Doris Bures (Wahl im Plenum am 2. September). Damit wurde ein Umbau im SPÖ-Regierungsteam unter Bundeskanzler Werner Faymann nötig: Neuer Verkehrsminister ist Alois Stöger, zuvor Gesundheitsminister, neue Gesundheitsministerin ist Sabine Oberhauser, zuvor Nationalrätin und Vizepräsidentin des ÖGB. Staatssekretärin Sonja Steßl wechselte vom Finanzministerium in das Bundeskanzleramt, wo sie unter anderem für die Aufgabenbereiche Verwaltung und öffentlicher Dienst zuständig ist.

Zu Personalrochaden kam es auch im ÖVP-Regierungsteam: Neuer Vizekanzler (und ÖVP-Bundesparteiobmann) ist Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Ihm steht Staatssekretär Harald Mahrer zur Seite. Neuer Finanzminister ist Hans Jörg Schelling, zuvor Chef des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger.
Die Angelobung der neuen Regierungsmitglieder durch Bundespräsident Heinz Fischer erfolgte am 1. September, einen Tag später präsentierten Faymann und Mitterlehner die neuen MinisterInnen im Nationalrat.

Man habe "fachkundige und engagierte Menschen bestellt, die ihren ganzen Einsatz für Österreich einbringen werden", erklärte der Bundeskanzler vor dem Nationalrat und gab seiner Überzeugung Ausdruck, dass auch die Zusammenarbeit mit Vizekanzler Mitterlehner "gut funktionieren wird". Der neuen Nationalratspräsidentin Doris Bures gratulierte Fay-mann "im Namen der Bundesregierung" zur Wahl. Die hohe Zustimmung zeige, "dass das Vertrauen in sie gelegt wurde, überparteilich und fair zu agieren", so Faymann. Ausdrücklich dankte der Bundeskanzler dem Koalitionspartner für die so rasch getroffenen nötigen personellen Entscheidungen.

Die Koalition will künftig verstärkt gemeinsame Lösungen präsentieren, die "Leitlinien" dazu sollen bei einer Regierungsklausur in Schladming am 26./27. September unter Einbindung der Sozialpartner festgelegt werden. Im Fokus werden "langfristige Reformprojekte" in den Bereichen Bildung, Steuern, Beschäftigung und Verwaltung stehen. Zuvor lud die Regierungsspitze am 10. September Sozialpartner und Industriellenvereinigung zu einem Gipfel über Lehrlinge sowie über die politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Ukraine-Krise (siehe Wirtschaft).

Zudem haben SPÖ und ÖVP ein vierköpfiges Führungsteam eingerichtet, das wöchentlich zusammentritt, um aktuelle Themen sachorientiert und konsensbezogen zu erörtern und diverse Vorhaben zu koordinieren. Dem Team gehören Faymann und Mitterlehner sowie Finanzminister Schelling und Kanzleramtsminister Ostermayer an. Das erste Treffen hat bereits am 7. September stattgefunden.

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Schwerpunkte der neuen Regierungsmitglieder

Der neue Finanzminister Hans Jörg Schelling sieht die Budgetziele der Bundesregierung trotz schwacher Konjunktur vorerst nicht gefährdet. Eine von ihm veranlasste Durchrechnung des Budgets auf Basis der neuen schlechteren Wachstumsprognosen (0,9 Prozent für heuer statt 1,6 Prozent) habe ergeben: "Das Budget 2014 hält", so Schelling. Auch der Haushaltsplan 2015 werde voraussichtlich halten. Bei der Steuerreform soll eine Einigung bis März 2015 vorliegen. Wann die Reform in Kraft tritt lässt er offen. "Theoretisch" wäre – abhängig von Gegenfinanzierung und Konjunktur – ein Termin schon 2015 möglich. Grundsätzlich will Schelling den Eingangssteuersatz senken, um die mittleren Einkommen entlasten.

In Sachen Verwaltungsreform will Schelling im Herbst mit den Ländern reden. Ihm schwebt dabei ein ähnliches Modell vor wie die Ausgabenobergrenze im Gesundheitssystem.

Der frischgekürte Infrastrukturminister Alois Stöger richtet seinen Blick unter anderem auf die kontinuierliche Umsetzung langfristiger Projekte im Straßen- und Schienen-Bereich. Im Segment Forschung und Technologie soll die Industrie als Motor der Wirtschaft künftig besseren Zugang zum innovativen Forschungsbereich erhalten. Die von Vorgängerin Doris Bures betriebene Frauenförderung auch bei Postenbesetzungen will Stöger fortsetzen. Weiters bekennt sich Stöger zum Ausbau der Informationsnetze (Stichwort: Breitbandmilliarde) sowie zu den Bahntunnel-Großprojekten Semmering, Koralm und Brenner.

Die neue Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser will vor allem für ein solidarisches Gesundheitswesen eintreten. Als Schwerpunkte nannte sie die weitere Umsetzung der Gesundheitsreform, die elektronische Gesundheitsakte (ELGA), Nichtraucherschutz und Prävention.

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Ukraine: Bundeskanzler Faymann fordert ernsthaften Friedensplan

Die Ukraine sei ein souveräner Staat und es sei nicht akzeptabel, dass "ein Nachbar hier mit Soldaten und Kriegsgerät aktiv wird. Das ist als eine Aggression Russlands gegenüber einem Nachbarland zu werten", erklärte Bundeskanzler Werner Faymann am 9. September im Pressefoyer nach dem Ministerrat. Es sei eine Frage des Selbstverständnisses der Europäischen Union, dass hier eine klare Grenze gezogen und politischer Druck ausgeübt werde, "auch wenn das wirtschaftliche Konsequenzen hat", so Faymann.

Für Österreich komme ein militärischer Wettlauf keinesfalls in Frage. "Wir wollen den politischen Druck erhöhen, solange bis alle Vertragspartner
an einem Tisch zusammenkommen, um ernsthaft einen Friedensplan zu erarbeiten", betonte der Bundeskanzler. Zudem könnte auch für die Ukraine ein neutraler Status ein guter Weg für die Zukunft sein.

Der Rückgang im Handel mit Russland sei nicht allein durch die Sanktionen ausgelöst worden: Hier spiele auch die Psychologie eine Rolle. So sei die Bereitschaft für gemeinsame Investitionen in diese Region durch den Krieg in der Ukraine deutlich zurückgegangen und bereits im ersten Halbjahr spürbar gewesen, so Faymann. Der kommende Sozialpartner-Gipfel (10. September) werde sich daher vor allem der Frage widmen, wie man den wirtschaftlichen Nachteilen aus diesem Konflikt entgegenwirken könne (siehe Wirtschaft). "Wir dürfen nicht wie das Kaninchen vor der Schlange in Angst erstarren, sondern müssen und können auch aktiv unterstützen und gegensteuern", sagte Faymann.

Schon eine Woche zuvor hatte der Bundeskanzler nach dem Ministerrat (am 2. September) heftig Kritik daran geübt, dass der russische Präsident Wladimir Putin eine weitere rote Linie überschritten habe und bisher zu keinem ernsthaften Dialog bereit sei. Die EU könne Versuche gewaltsamer Grenzverschiebungen nicht akzeptieren. Österreich bleibe dabei als neutrales Land nicht teilnahmslos, sondern setze sich aktiv für Dialog und Deeskalation ein. "Wenn Freiheit und Völkerrecht zu verteidigen sind, steht Österreich ganz vorne", unterstrich Faymann.

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Johannes Hahn: EU-Kommissar für Nachbarschaft und Erweiterung

Der designierte EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker hat am 10. September in Brüssel sein neues 28-köpfiges Kommissionsteam offiziell vorgestellt. Dem Gremium gehören neun Frauen an. Der von der österreichischen Bundesregierung nominierte bisherige EU-Kommissar Johannes Hahn ist künftig für die Nachbarschaftspolitik und für Belange der EU-Erweiterung zuständig. Damit erhält Hahn ein Portfolio, das angesichts der Ukraine-Krise von besonderer strategischer Bedeutung ist. Hahn wird in diesem Zusammenhang eng mit der EU-Außenbeauftragten Frederica Mogherini zusammenarbeiten.

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Bundeskanzler Faymann: EU-Erweiterung nur mit Rechtsstaatlichkeit

Bundeskanzler Werner Faymann hat nach einem Treffen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel am 28. August in Berlin für die anschließende Westbalkan-Konferenz geworben: Man wolle damit das Signal aussenden, "dass wir an der friedlichen und gemeinsamen Entwicklung der Region interessiert sind", so Faymann. Eine Beitrittsperspektive habe jedoch viele Hürden und werde für einzelne Länder länger dauern.

Dennoch verstehe man sich als gemeinsame Region, die nicht nur wirtschaftlich eng verbunden sei, sondern in der es auch politisch stabile und sozial verträgliche Bedingungen geben müsse. Eine Kernfrage sei vor allem die hohe Jugendarbeitslosigkeit, betonte Faymann. Ebenso führe in der Rechtsstaatlichkeit kein Weg an den konkreten Bedingungen vorbei. Die EU könne sich nicht erweitern, ohne diesem Punkt ganz besondere Priorität einzuräumen, sagte der Bundeskanzler.

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Außenminister Kurz im Südkaukasus

Außenminister Sebastian Kurz absolviert seit 7. September eine mehrtägige Reise durch Armenien, Georgien und Aserbeidschan. Damit will Österreich in der Region Präsenz zeigen und Unterstützung auf dem jeweils gewählten außenpolitischen Weg signalisieren. Die Politik soll weiters als Türöffner für ein verstärktes Engagement österreichischer Unternehmen in der Region fungieren. Armenien und Georgien sind zudem Schwerpunktländer der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA).

Auf dem Programm stehen unter anderem Treffen mit den jeweiligen Außenministern. Zum Auftakt seiner Südkaukasus-Tour in Armeniens Hauptstadt Eriwan hat sich Kurz für eine "Flexibilisierung" der Östlichen EU-Partnerschaft ausgesprochen. Jene Länder sollten sowohl mit der EU als auch mit Russland kooperieren, so Kurz.

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Sozialpartner-Gipfel: Regierung berät über Folgen der Russland-Sanktionen

Die Spitzen der Regierung und der Sozialpartner haben am 10. September im Bundeskanzleramt über die Folgen der Russland-Sanktionen beraten. Ein weiteres wichtiges Thema waren Lehrlinge. Den Vorsitz führten Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. An den Gesprächen nahmen zudem die Präsidenten der Sozialpartner und der Industriellenvereinigung sowie Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Finanzminister Hans Jörg Schelling teil.

Die Bundesregierung will die Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise abfedern. Zu diesem Zweck will man sich in einem ersten Schritt einen klaren Überblick über die Situation verschaffen und danach mögliche Maßnahmen festlegen. Unter anderem soll auf bewährte Instrumente wie Kurzarbeit gesetzt werden. Mehr Geld wird es für Unternehmen und etwa im Bereich der Infrastruktur geben. Zudem sollen neue Märkte erschlossen werden.

Die EU-Russland-Sanktionen sowie entsprechende Gegenmaßnahmen Moskaus könnten Österreich einen volkswirtschaftlichen Schaden von 775 Millionen Euro bescheren, was der Gefährdung von 11.000 Jobs entspreche, erklärte Wifo-Experte Oliver Fritz im "Standard" (10. September). Dennoch ist Fritz überzeugt, dass der volkswirtschaftliche Effekt der Ukraine-Krise "im Promillebereich" liege. Bei einem Ausfuhrvolumen von 3,3 Milliarden Euro seien die chemische Industrie und der Maschinenbau die größten Exporteure. Dahinter rangierten Fahrzeugbau und Nahrungsmittelindustrie.

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Energiezusammenarbeit zwischen Österreich und Bayern

Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Bayerns Staatsministerin für Wirtschaft und Energie, Ilse Aigner, haben am 5. September im salzburgischen Kaprun eine gemeinsame Erklärung über die zukünftige Zusammenarbeit beider Länder im Energiebereich unterzeichnet. "Die angedachte Zusammenarbeit soll die Stromversorgung in Zeiten der Energiewende garantieren", sagte Mitterlehner. "Wir haben mit Pumpspeicherkraft eine grüne Batterie, die liefert, wenn Engpässe bestehen." Bevor jedes Land selbst Kapazitäten für Ausgleichsenergie bei Engpässen oder Überschüssen aufbaue, sei es besser, eine gemeinsame Lösung zu finden. "Einzelne Staaten brauchen dann keine eigenen Kraftwerksprojekte entwickeln." Der Wirtschaftsminister sprach von einer "Win-Win-Situation".

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Außenhandelsdefizit im ersten Halbjahr gesunken

Zwar hat der österreichische Außenhandel heuer im ersten Halbjahr nur moderat zugelegt, das Defizit konnte aber dennoch spürbar zurückgefahren werden. Die Exporte erhöhten sich gegenüber der Vorjahresperiode um 1,2 Prozent auf 63,23 Milliarden Euro, während die Importe um nur 1 Prozent auf 64,62 Milliarden stiegen, so die vorläufigen Daten der Statistik Austria. Das Defizit sank um 8,6 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro.

Der Warenaustausch mit den beiden wichtigsten Partnerländern Deutschland und Italien habe zwischen Jänner und Juni eine "verhaltene Entwicklung" gezeigt. Die Lieferungen nach Deutschland nahmen um 0,9 Prozent leicht zu, die Ausfuhren nach Italien gingen um 0,7 Prozent zurück. Im Handel mit der EU bilanzierte Österreich zum Halbjahr mit einem Defizit von 2,16 Milliarden Euro - das war deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum (minus 2,74 Milliarden Euro).

Die heimischen Warenlieferungen in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union erhöhten sich heuer bis Juni um 1,5 Prozent auf 43,75 Milliarden Euro, die Eingänge waren mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 45,91 Milliarden Euro stabil.

Beim Außenhandel mit Drittstaaten sank Österreichs Überschuss im Berichtszeitraum von 1,22 Milliarden auf 774,9 Millionen Euro. Die Exporte stiegen um nur 0,6 Prozent auf 19,48 Milliarden Euro, die Importe hingegen legten um 3 Prozent auf 18,71 Milliarden Euro zu.

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Österreich und Deutschland mit niedrigster Arbeitslosigkeit in EU

"Wir haben im Juli wie in den vergangenen Monaten trotz steigender Beschäftigung eine ebenfalls zunehmende Arbeitslosigkeit. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist jedoch nicht ganz so hoch wie in den Monaten zuvor und gegenüber dem Vormonat Juni sind 3.326 Personen oder 0,9 Prozent weniger Menschen arbeitssuchend", unterstrich Sozialminister Rudolf Hundstorfer am 5. September bei der Präsentation der Arbeitsmarktdaten für Juli. Österreich habe mit einer Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent wie seit Jahren die geringste Arbeitslosigkeit in Europa. Sie sei weniger als halb so hoch wie der EU-Durchschnitt mit 10,2 Prozent.

Ende Juli waren in Österreich 3.610.000 Personen unselbständig beschäftigt, das waren um rund 28.000 mehr Arbeitsplätze als noch ein Jahr zuvor.

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Forum Alpbach: Akzente der österreichischen Forschungsförderung

Im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche skizziert Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, seit kurzem auch Vizekanzler, einen Ausblick auf die aktuelle österreichische Forschungspolitik. Seit 1995 hat Österreich seine Quote für Forschung und Entwicklung fast verdoppelt – von etwa 1,5Prozent auf jetzt 2,88 Prozent des BIP. Die Investitionen dafür sind im internationalen Vergleich zwischen 2007 und 2012 um 27Prozent gestiegen, wobei der EU-Schnitt bei 17Prozent liegt.

Um das an den Hochschulen generierte Wissen besser zu verwerten, hat das Wissenschaftsministerium vier neue Wissenstransferzentren mit einer Gesamtfördersumme von 11,25 Millionen Euro (2014 bis 2018) genehmigt. Diese bündeln die Forschungsaktivitäten im Westen, im Osten und im Süden, zudem gibt es auch ein überregionales Zentrum für den Life Science Bereich
an der Universität Wien. "Neben der anwendungsorientierten Forschung setzen wir erstmalig auch einen Schwerpunkt auf den Transfer von Erkenntnissen aus dem geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Bereich", so Mitterlehner. Weitere innovative Projekte stellen die Förderung von Prototypenentwicklung aus universitärer Forschung, sowie die Erarbeitung einer Strategie für Intellectual Property Rights (IP-Strategie) dar.

Nichts weniger als eine neue industrielle Revolution ist mit dem in Deutschland geprägten Schlagwort "Industrie 4.0" angepeilt: Es bezeichnet die Digitalisierung der Produktion, durchgeführt von "smarten" Maschinen. Sogenannte cyber-physische Systeme, in denen softwaretechnische Komponenten und mechanische Teile verbunden sind und miteinander kommunizieren, können selbständig Aufgaben ausführen. Diese Perspektive ist für das Hochtechnologie- und Industrieland Österreich eine enorme Chance und wird daher vorrangig gefördert.

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Neuerungen im Schuljahr 2014/15

Die neue Reifeprüfung erfolgt an den Allgemeinbildenden Höheren Schulen in diesem Schuljahr flächendeckend, an den Berufsbildenden Höheren Schulen wird sie an 95 Standorten als Schulversuch umgesetzt. Die modulare Oberstufe läuft an über 70 Standorten (AHS und BMHS) als Schulversuch.

An 35 Standorten wird die Volksschulreform realisiert: Sie umfasst eine engere Kooperation zwischen Kindergarten und Volksschule, individuelle Förderung in der Schuleingangsphase, alternative Leistungsbeurteilung und umfassende Sprachförderung. Im Mai 2015 wird zudem die Überprüfung der Bildungsstandards D4 (Deutsch – 4. Klasse Volksschule) gestartet und an allen Volksschulen durchgeführt.

Der Ausbau der Ganztagsschule wird offensiv betrieben – hier investiert die Regierung 400 Millionen Euro bis 2018, wobei 2014/15 rund 10.000 neue Plätze geschaffen werden. Insgesamt starten in ganz Österreich 136 Standorte der Neuen Mittelschule mit mehr als 5.600 Schülerinnen und Schülern. 95,9Prozent aller ehemaligen Hauptschulen haben somit bereits begonnen, diese neue Schulform und Lernkultur an ihren Schulen umzusetzen.

Österreich wird im Herbst 2015 wieder an PISA teilnehmen. Die Feldtestungen dazu werden im Frühjahr 2015 durchgeführt.

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"FamilienApp" soll Elternbildung stärken

Elternbildungsangebote sind in der Bevölkerung wenig bekannt und werden kaum genutzt, wie eine Online Befragung von 2.000 Personen ergab. Die neue FamilienApp, die von Familienministerin Sophie Karmasin am 3. September vorgestellt wurde, soll hier Abhilfe schaffen – dem Zeitgeist entsprechend am Smartphone. Neben Infos zu familienpolitischen Leistungen und Erziehung kann die App mit Basisdaten der Kinder gefüllt werden. Sie verfügt über Erinnerungsfunktionen, etwa zu Impfungen, und kann Stundenpläne speichern und weiterleiten, etwa an Au-pairs, Kindermädchen, die Großeltern oder Elternteile, die nicht im gleichen Haushalt leben. Das Programm ist über die entsprechenden Appstores (Apple/Android) kostenlos erhältlich.

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Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien

Am 8. September wurde am Wiener Rabensteig die feierliche Grundsteinlegung für das Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien vorgenommen. "Mit diesem Zentrum setzt man einen weiteren richtigen Schritt bei der Aufklärung der Bevölkerung im Umgang mit unserer Geschichte", sagte Bundeskanzler Werner Faymann. Vor der eigenen Geschichte könne man sich nicht verstecken. "Daher müssen wir alle Voraussetzungen schaffen, dass es Faschismus, Shoah und Holocaust nie wieder geben kann", so Faymann, der neben der historischen Aufarbeitung auch die positive wirtschaftliche und soziale Entwicklung einer Gesellschaft als Voraussetzung dafür nannte, dass Hassprediger keinen Nährboden fänden.

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Tesar und Wurm neue Mitglieder des Österreichischen Kunstsenats

Der Architekt Heinz Tesar (Essl-Museum, Keltenmuseum Hallein unter anderem) und der bildende Künstler Erwin Wurm ("Fat convertible"-Porsche, "narrow house" unter anderem) sind die neuen Mitglieder des 21 prominente Künstler umfassenden Österreichischen Kunstsenats, wie Kulturminister Josef Ostermayer am 1. September bekanntgab. Sie folgen den im Frühjahr verstorbenen Künstlern Hans Hollein und Maria Lassnig nach. Der Kunstsenat vertritt die Anliegen der Kunst in der Öffentlichkeit und berät die öffentlichen Stellen in wichtigen Fragen der Kunst.

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Matti Bunzl wird neuer Direktor des Wien Museums

Der derzeit in den USA tätige Kulturwissenschaftler Matti Bunzl übernimmt am 1. Oktober 2015 die Leitung von Wolfgang Kos, der sich in die Pension verabschiedet. Die Generalsanierung bzw. der Zubau des Museums soll ebenfalls in der zweiten Hälfte 2015 begonnen werden.

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Staatsoper: Welser-Möst trat zurück

Franz Welser-Möst, seit 2010 Generalmusikdirektor an der Staatsoper unter Dominique Meyer, legte am 4. September sein Amt sowie alle geplanten 34 Dirigate am Haus mit sofortiger Wirkung zurück. Er begründete diesen Schritt mit Differenzen über die künstlerische Ausrichtung.

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Klangspuren 2014

Unter dem Motte "Nordlicht" – dem Gegen- und Zusammenspiel von Musik aus den nordischen Ländern Dänemark, Norwegen und Island mit Musik aus Tirol und ganz Österreich – widmet sich das Festival von 11.-27.September der zeitgenössischen Musik. Dabei werden renommierte Musiker und Ensembles des Nordens, wie Cikada aus Oslo, AJO aus Bodø oder das Esbjerg Ensemble, Tiroler Ensembles wie dem Kammerorchester InnStrumenti, TENM, The Next Step, Windkraft, Trio GREIFER, aber auch bedeutenden internationalen Formationen wie Ensemble Modern und Arditti Quartett gegenübergestellt. Composers in Residence sind der Däne Hans Abrahamsen und der Tiroler Wolfgang Mitterer, deren Klangwelten fundamentale Unterschiede aufweisen. Beide werden auch mit den Stipendiaten bei der 11. Klangspuren Internationale Ensemble Modern Akademie arbeiten.

Wie jedes Jahr finden die Konzerte an verschiedenen Orten in Tirol statt, ergänzt durch die musikalische Pilgerwanderung von Arzl im Pitztal nach Landeck-Perjen. Für Aufmerksamkeit wird auch die 300km lange Gesangskette "One Song across the Land" sorgen, die über 6.800 Sänger von Kufstein bzw. Ala aus durch Nord- und Südtirol läuft, bis sie auf der Franzensfeste zum Finale zusammenkommt. http://www.klangspuren.at/

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Linzer Brucknerfest

Das Internationale Brucknerfest Linz wartet von 13. September bis 5. Oktober mit einem reichen Programm auf, darunter drei Konzerte des Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst im Brucknerhaus – mit Werken von Johannes Brahms und Jörg Widmann. Das Linzer Bruckner Orchester unter Dennis Russell Davies ist mit zwei Konzerten vertreten (Bruckners 1. und 3. Symphonie).

In Zusammenarbeit mit der Anton Bruckner-Privatuniversität wird in der Tabakfabrik eine Kammeroper von Michael Hazod uraufgeführt. Unter dem Titel "Alea" ("Würfel") setzt sich das Auftragswerk des Brucknerfestes mit dem Frankenburger Würfelspiel im 17. Jahrhundert in Oberösterreich auseinander. Die Moskauer Kammeroper Boris Pokrovsky spielt im Posthof Carl Maria von Webers Oper "Drei Pintos" und ein Werk des russischen Komponisten Vladimir Kobekin. Weiter gastieren die Tschechische Philharmonie unter Jiri Belohlavek, die Armenische Philharmonie Jerewan und der Wiener Staatsopernchor. Ein internationaler Gesangswettbewerb wird gemeinsam mit dem neuen Linzer Musiktheater veranstaltet.

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Neuntes "paraflows"-Festival

Das Festival für Digitale Kunst und Kulturen thematisiert von 12. September bis 12. Oktober unter dem Motto "Intimacy" die Frage, wie menschliche Nähe in der Zeit der digitalen Revolution aussehen kann. Dabei werden der Zugang zu digitalen Daten, aber auch der Umgang mit Privatsphäre und ständige Erreichbarkeit reflektiert. Neben einer Ausstellung im Künstlerhaus Wien finden auch ein dreitägiges Symposium im quartier 21 des Museumsquartiers sowie eine Konzertreihe statt. In der Ausstellung werden die KünstlerInnen Maria Petschnig (Videos, Installationen), Peter Wehinger (Zeichnungen unter dem Titel "Männer") sowie Maayan Sheleff (Chat Roboter Frankie, eine interaktive Installation) vorgestellt. Zum ersten Mal wird dieses Jahr der "Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten", der 2008 von dem Künstlerkollektiv monochrom gestiftet wurde, im Rahmen des Festivals vergeben. Eröffnet wird übrigens am 11. September, an 9/11, ein Datum, das den Auftakt für ein behördliches Interesse an privaten Daten in nie da gewesenem Ausmaß markiert. http://paraflows.at

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"Europäischer Tag der Jüdischen Kultur" erstmals auch im Burgenland

Am 14. September wird in fast 30 Ländern der 15. "Europäische Tag der Jüdischen Kultur" begangen. Generalthema des Jahres sind "Frauen im Judentum". Zum ersten Mal nimmt neben den Jüdischen Museen in Wien und Hohenems auch das Burgenland mit einem umfassenden Programm daran teil: Eine Führung durch das ehemalige jüdische Viertel und eine Matinee im Jüdischen Museum Eisenstadt sind ebenso zu finden wie Berichte von Zeitzeugen und die von österreichischen und ungarischen Schülern erarbeitete Wanderausstellung "Jüdische Lebensspuren an unserer Grenze". In den ehemaligen jüdischen Gemeinden Frauenkirchen, Mattersburg, Rechnitz und Kittsee finden Rundgänge auf den Spuren jüdischen Lebens statt, in Wien und Hohenems werden jüdische Frauenbilder reflektiert.

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Kunstraum Niederösterreich in Wien präsentiert "Hans im Glück"

Bei diesem Projekt wandern die teilnehmenden Künstler ab 11. September eine Woche lang durch Niederösterreich und sammeln Geschenktes, Gefundenes und Erlebtes. Die Präsentation findet von 18. September bis 11. Oktober in der Wiener Herrengasse statt. Eine Einführung am 11. September umfasst einen Vortrag von Claus Leggewie ("Hans im Glück. Wie weniger mehr sein kann") und ein elektronischen Singspiel ("One Way Home" von und mit Erik Leidal und Jean Philippe Viol). Das Projekt wird von Lesungen und Performances begleitet.

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Zehn Jahre stadtTheater walfischgasse

Nach der bisher erfolgreichsten Saison 2013 präsentiert das Wiener Theater in seiner Jubiläumsspielzeit 2014/15 anlässlich seines 10-jährigen Bestehens ab September eine Mischung aus Erfolgen der letzten Saison und neuen Gast- und Eigenproduktionen. Erste Neuproduktion ist "Der Beweis" von David Auburn um einen Mathematiker zwischen Genie und Wahnsinn (ab 15.10.). Es folgt "Zweifel" von John Patrick Shanley (2015). Regie führt in beiden Werken Carolin Pienkos. Wegen der hohen Nachfrage werden "Crash" von Rupert Henning mit Cornelius Obonya, "Der Vorname" mit Oliver Baier und "Halbe Wahrheiten" von Alan Ayckbourn wieder aufgenommen. Außerdem wird das Eröffnungsstück aus dem Jahr 2005 "Freunde, das Leben ist lebenswert", das damals für große Begeisterung sorgte, ab März 2015 in einer Neufassung des Schweizer Autors Charles Lewinsky präsentiert. Das Programm wird durch Kabarett (Alfred Dorfer, Josie Prokopetz) und Kinderstücke ergänzt.

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9. Buchliebling-Gala am 9. September im Wiener Rathaus

Bei der seit 2006 veranstalteten Buchliebling-Wahl (eine Initiative von Verlagsbüro Schwarzer und echo-Medienhaus in Kooperation mit dem Fachverband der Buch- und Medienwirtschaft in der Wirtschaftskammer sowie dem Kulturministerium) wählte das Publikum online und mittels Stimmzettel seine Lieblinge. 2014 waren Claudia Rossbacher mit "Steirerkreuz. Ein Alpenkrimi", Niki Glattauer, mit "Mitteilungsheft: Leider hat der Lukas..." (Belletristik) und Jeff Kinney mit "Gregs Tagebuch 8. Echt übel!" (Kinderbuch) erfolgreich. Bei den Sachbüchern siegte Patricia Staniek mit "Profiling. Ein Blick genügt und ich weiß, wer du bist", beim beliebtesten Hörbuch gewann Folke Tegetthoff mit "Was ich alles kann. Eine musikalische Märchenreise um die ganze Welt", in der Kategorie Wirtschaft "Erkenne dich selbst und erschrick nicht" von Andreas Salcher. Weitere Preisträger sind Richard Rauch mit "Einfach gut kochen", Kurt Langbein mit "Weißbuch Heilung. Wenn die moderne Medizin nichts mehr tun kann", und Wolfgang Salomon mit "Venedig abseits der Pfade. Eine etwas andere Reise durch die Lagunenstadt". Bei der Gala im Wiener Rathaus wurde Otto Schenk mit dem "Lifetime Award" geehrt, Vea Kaiser ("Blasmusikpop oder wie die Wissenschaft in die Berge kam") wurde Autorin des Jahres.

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Veranstaltungshinweise

Der 125. Geburtstag des Wiener Volkstheaters wird am 14. September mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. (Eröffnungspremiere "Die Vögel" von Aristophanes, Inszenierung Thomas Schulte-Michels).

Beliebte österreichische Krimiautoren und Stargast Donna Leon lesen bei der 10. "Kriminacht im Wiener Kaffeehaus" am 23. September, die auch Debüts beschert.

Noch bis 14. September können die Eisenstädter Haydntage besucht werden, die im Zeichen der Freundschaft von Mozart und Haydn stehen.

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Radprojekt der Universität Salzburg gewinnt VCÖ-Mobilitätspreis

"PLUS radelt" der Universität Salzburg mit 2.500 Mitarbeitern und 18.000 Studierenden fördert seit 2008 gezielt den Radverkehr mit Aktionen zur Bewusstseinsbildung (etwa "Radfahren im Winter"), aber auch mit einem eigenen Radhelm und entsprechender Infrastruktur wie überdachten Abstellplätzen, Rahmen zum Absperren und Pumpstationen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Bei den Studierenden konnte binnen fünf Jahren der Radverkehrsanteil um ein Drittel von 30 auf 43Prozent erhöht werden, bei den Beschäftigten von bereits sehr hohen 43 auf 48Prozent. Das reduziere einerseits krebserregende Kfz-Abgase, zumal in Salzburg die Grenzwerte bei Stickstoffdioxid regelmäßig überschritten werden, andererseits werde dem zunehmenden Bewegungsmangel entgegengewirkt.

Projektkoordinator Franz Kok konnte am 3. September den Pries entgegennehmen, der in Kooperation mit dem Land Salzburg und dem ÖBB-Postbus durchgeführt und vom Verkehrsverbund Salzburg unterstützt wird. Er will mit einem interaktiven Internetportal weitere Akzente setzen.

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Streetlife Festival

Ein Straßen-Event in der Babenbergerstraße am 13. und 14. September 2014 bildet den Auftakt für die "Wien zu Fuß"-Kampagne. Damit soll laut Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou ein "starkes Zeichen" zum Beginn der Europäischen Mobilitätswoche gesetzt werden, denn wo sich die Wienerinnen und Wiener den öffentlichen Raum nehmen und gestalten würden, pulsiere die Stadt.

Auf rund 6.000 Quadratmetern Fläche werden Live-Acts, Mitmach-Aktionen und Bühnenprogramm geboten. Workshops und Aussteller zu Urban Lifestyles und Mobilität laden den ganzen Tag zum Entdecken, Sporteln und Relaxen ein. Straßenkünstler, Kinderprogramme und Urban Gardening Inseln ergänzen das Programm. Hauptsponsoren des Straßengeschehens sind die Stadtwerke, Citybike und der Verkehrsverbund Ostregion. Die "Wien zu Fuß"-Kampagne will ein Jahr lang auf das Zu-Fuß-Gehen und seine positiven Auswirkungen auf Mensch und Stadt aufmerksam machen. http://www.streetlife-festival.at

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Besucherrekord im Wiener Haus des Meeres

Wenigstens die Fische konnten sich über den verregneten Sommer freuen: In den Monaten Juli und August wurde im Haus des Meeres mit 122.000 Eintritten (knapp 50Prozent mehr als im Vorjahr) ein Besucherrekord verzeichnet. In der ersten Jahreshälfte insgesamt wurde ein Plus von 10Prozent registriert. Allerdings machte sich neben dem zu Indoor-Aktivitäten inspirierenden Wetter auch die neue Amazonas-Dschungel-Passage, der Dachausbau oder das neue Hammerhaibecken bezahlt.

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Österreicher kaufen mehr Fairtrade Produkte

Zu den beliebtesten fair gehandelten Produkten in Österreich gehören Früchte, gefolgt von Kaffee, Tee, Blumen, alkoholfreien Getränken und Süßwaren. Insgesamt sind 970 Artikel von 106 Partnerfirmen mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet. Im ersten Halbjahr 2014 konnte der Fairtrade-Umsatz in Österreich ein Plus von 11 Prozent verzeichnen, wobei 11 Millionen Euro an Fairtrade-Direkteinnahmen nach Asien, Afrika und Lateinamerika flossen. Fair gehandelte Produkte – von mehr als 1.200 Kleinbauernkooperativen und Plantagen erzeugt – werden von Flo-cert zertifiziert. Das Gütesiegel wird sodann vom Verein Fairtrade Österreich vergeben, der selbst keinen Handel betreibt. Es garantiert unter anderem das Verbot von Kinderarbeit und gentechnisch modifiziertem Saatgut, aber auch das Tragen von Schutzkleidung, die Vorfinanzierung der Ernten und die Rückverfolgbarkeit von Geld- und Warenflüssen.

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Rauchverbot in Lokalen: WKO sieht keinen Grund für Änderung

Die neue Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser hat angekündigt, an dem Plan für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie festzuhalten, wie bereits ihr Vorgänger Alois Stöger. Die Wirtschaftskammer Österreich hat sich allerdings für das Beibehalten der derzeitigen Regelung ausgesprochen. "(… )Wir haben in Österreich eine optimale Lösung mit der Wahlfreiheit für Raucher und Nichtraucher. Viele andere Länder beneiden uns um diese Lösung", so Gastronomie-Fachobmann Helmut Hinterleitner. In nördlichen Ländern hätte das generelle Gastronomie-Rauchverbot in ländlichen Gebieten zu einem Wirtshaus-Sterben und dem Entstehen von reinen "Schlafstädten" geführt. Die Rauch-Prävention sei vom Gesundheitsministerium bei den Jugendlichen voranzutreiben, der "Rücken der Gastronomie" sollte dabei nicht Austragungsort sein.

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