Montag, 15. März 2010
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Bundesregierung verabschiedete Budgetrahmengesetz
Die Bundesregierung hat im Ministerrat am 9. März den Bundesfinanzrahmen für die Jahre 2011 bis 2014 festgelegt. Damit fiel auch eine wichtige Vorentscheidung für das Jahresbudget 2011, dessen Details im Herbst präsentiert werden sollen. Im Finanzrahmen ist explizit vorgeschrieben, wie viel Geld die einzelnen Ressorts nächstes Jahr maximal ausgeben dürfen. Bundeskanzler Werner Faymann und Fi-nanzminister Josef Pröll erwarten hier Einsparungen von durchschnittlich 3,2 Prozent für das Budget 2011.
Zur Verteilung der Kosten für die Budgetkonsolidierung habe man sich auf einen Schlüssel von 60 Prozent durch Einsparungen bei den Ausgaben und 40 Prozent durch zusätzliche Einnahmen geeinigt, erklärte Faymann. Die Bevölkerung dürfe jedoch nicht das Gefühl haben, dass die Kosten für die Krise „einfach auf die breite Masse abgewälzt werden“, so Faymann. Es müssten auch jene zur Kasse gebeten werden, die die Krise verursacht hätten, vor allem die Spekulanten und Finanzmarktakteure. „Wir müssen sinnvoll einsparen und Steuern gerecht einheben“, betonte der Bundeskanzler.
Auf Bundesebene plant die Regierung demnach Einsparungen von 1,7 Milliarden Euro. Einnahmenseitig sollen durch höhere Steuern ebenfalls 1,7 Milliarden Euro (davon 500 Millionen Euro durch die geplante Bankenabgabe) in die Staatskasse fließen. Länder und Gemeinden sollen weitere 800 Millionen Euro an Einsparungen erbringen. Mit diesem Gesamtpaket soll das Budgetdefizit im kommenden Jahr auf 4 Prozent des BIP sinken. Bis 2014 will man die Neuverschuldung auf 2,3 Prozent drücken und damit wieder den EU-Vorgaben entsprechen.
Mit welchen konkreten Maßnahmen die angekündigten Einsparungen und Zusatzeinnahmen umgesetzt beziehungsweise welche Steuern erhöht werden sollen, muss mit den einzelnen Ressorts sowie Ländern und Gemeinden verhandelt werden. Der Finanzminister schließt Kürzungen in keinem Bereich aus, Faymann sieht Einsparungspotenzial bei Doppelgleisigkeiten zwischen Bund, Ländern und Gemeinden.

Regierung beschloss Mindestsicherung
SPÖ und ÖVP haben bei ihrer Regierungsklausur in Graz (1./2. März) die Einführung einer bundesweiten Mindestsicherung beschlossen. Damit wird die in den Bundesländern bisher unterschiedlich bemessene Sozialhilfe ersetzt. Die neue Mindestsicherung beträgt 744 Euro und wird ab 1. September 2010 zwölfmal pro Jahr überwiesen.
Österreich sei somit ein Land, das auch in Krisenzeiten Sozialsysteme stärke und nicht zerstöre. „Wir stärken es dort, wo es notwendig ist und sparen nicht bei den Ärmsten und bei der Mittelschicht“, würdigte Bundeskanzler Werner Faymann den gemeinsamen Beschluss. Man werde auch kontrollieren, dass „diese Unterstützung nur jene bekommen, die sie wirklich brauchen“, betonte Faymann.
Zur Vermeidung allfälliger Doppelgleisigkeiten bei Förderungen von Bund, Ländern und Gemeinden wurde vereinbart, eine Arbeitsgruppe zur Entwicklung einer „Transparenzdatenbank“ zu installieren. Damit könnten alle Leistungen der öffentlichen Hand transparent gemacht werden. Es dürfe allerdings zu keinem „Neidkonto“ kommen, um Schwächere gegeneinander auszuspielen, so Faymann.
Geeinigt haben sich die Koalitionspartner zudem auf eine Reform des Insolvenzrechts für Unternehmen – mit Fokus auf Sanierung unter Eigenverwaltung.

Frauentag: Heinisch-Hosek fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit
Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März standen im Fokus aller politischen Wortmeldungen einmal mehr die Forderungen nach Chancengleichheit, verpflichtender Frauenquote und Gehaltstransparenz.
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek forderte die verpflichtende Offenlegung der Durchschnittsgehälter in den Betrieben und die Einführung einer Frauenquote von 40 Prozent in den Aufsichtsräten. Zudem urgierte sie mehr Väterbeteiligung bei Babykarenz und Hausarbeit.

Gemeinderatswahlen 2010 in Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg
Bei den Gemeinderatswahlen 2010 am 14. März ergab sich laut vorläufigem Endergebnis folgender Stimmenstand (in Prozent):
Niederösterreich: ÖVP: 51,62 (+2,80), SPÖ: 33,77 (-5,14), Grüne: 3,43 -0,34), FPÖ: 5,96 (+2,65), Sonstige: 5,22 (+0,03).
Vorarlberg: ÖVP: 44,63 (-0,72), SPÖ: 10,75 (-4,86), FPÖ: 11,33 (-0,16), Grüne: 7,32 (+0,30), BZÖ: 0,24 (n.k.), Sonstige: 25,72 (+5,20).
Zu Tirol lag bei Redaktionsschluss noch kein Endergebnis vor. Insgesamt gab es Gewinne für die ÖVP, Verluste für die SPÖ und leichte Zuwächse bei der FPÖ. Die Grünen stagnierten. Wahlberechtigt waren mehr als 2 Millionen Bürgerinnen und Bürger.

6 Millionen Euro für Auschwitz-Stiftung
Österreich werde für die Auschwitz-Birkenau-Stiftung einen Beitrag in Höhe von 6 Millionen Euro leisten, damit das ehemalige NS-Konzentrationslager als Gedenkstätte erhalten bleibe. Diese offizielle Botschaft überbrachte Außenminister Michael Spindelegger am 3. März bei einem Treffen mit seinem polnischen Amtskollegen Radoslaw Sikorski in Warschau. „Diese Verpflichtung kommt aus unserer Geschichte“, unterstrich Spindelegger bei einer gemeinsamen Pressekonferenz.
Spindelegger ist der erste österreichische Außenminister, der seit dem EU-Beitritt Polens im Mai 2004 einen offiziellen Besuch in Warschau absolvierte. Auf EU-Ebene hatten die beiden Minister jedoch schon vor dem bilateralen Treffen kommuniziert. Die Kooperation der beiden Länder sei „sehr gut“, erklärte Spindelegger. Der Außenminister bekräftigte Österreichs Ambitionen, das Jahr 2010 speziell dafür nutzen zu wollen, die Staaten des Westbalkans an die EU heranzuführen.

Kroatiens Präsident Josipovic in Wien
Der kroatische Präsident Ivo Josipovic traf am 15. März in Begleitung seiner Frau Tatjana zu einem offiziellen Arbeitsbesuch in Wien ein. Auf dem Programm standen Gespräche mit Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Werner Faymann und Nationalratspräsidentin Barbara Prammer.

Mongolischer Premier Suchbaatar Batbold bei Bundeskanzler Faymann
Bundeskanzler Werner Faymann hat am 9. März den mongolischen Ministerpräsidenten Suchbaatar Batbold empfangen. Erörtert wurden wirtschaftliche und demokratiepolitische Themen. Zuvor hatten der mongolische Regierungschef und seine Delegation Gespräche mit Vertretern von UNO und OSZE absolviert.
Faymann lobte die guten Beziehungen zwischen Österreich und der Mongolei. Beide Länder seien durch eine gute wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie zahlreiche wissenschaftliche und kulturelle Kooperationen miteinander verbunden. Zudem freue es ihn sehr, „dass die strategische Bedeutung der Mongolei als wichtiger Partner in Zentral- und Ostasien von der Europäischen Union immer mehr anerkannt wird“, erklärte Faymann.
Der mongolische Regierungschef habe auch über den Klimawandel informiert, von dem sein Land „im besonderen Maße betroffen“ sei, so Faymann.
Premier Batbold äußerte den Wunsch nach einer Vertiefung der Zusammenarbeit mit Europa. Ein ambitioniertes Reformprogramm soll in der Mongolei nach Einführung eines Mehrparteiensystems die Stärkung von Demokratie und Zivilgesellschaft sowie eine Reform des Steuerwesens in den Mittelpunkt rücken. Batbold dankte Österreich für die humanitäre Soforthilfe während des extrem strengen Winters.

Außenminister Spindelegger bei EU-Treffen in Cordoba
Die Europäische Union will im Nahost-Friedensprozess zur Aktion übergehen. Darauf einigten sich die EU-Außenminister bei einem informellen Treffen im spanischen Cordoba. Man könne nicht „ewig warten“, betonte Spaniens Außenminister Miguel Angel Moratinos, unter Hinweis darauf, dass sich die EU bereits im Dezember 2008 eindeutig für eine Zwei-Staaten-Lösung zur Beendigung des Konflikts zwischen Israel und Palästinensern ausgesprochen hatte.
Auch Außenminister Michael Spindelgger forderte von der EU größeres Engagement im Nahost-Konflikt, um möglichst rasch direkte Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern herbeizuführen.

Sloweniens Außenminister Zbogar zu Arbeitstreffen in Wien
Der slowenische Außenminister Samuel Zbogar führt am 16. März in Wien Arbeitsgespräche mit Außenminister Michael Spindelegger. Erörtert werden unter anderem Fragen der slowenischen Minderheit in Kärnten (Stich-wort: zweisprachige Ortstafeln). Ein weiteres wichtiges Thema ist die EU-Perspektive des Westbalkans, insbesondere Kroatiens, wobei Österreich großes Engagement zeigt.

Heinisch-Hosek bei UN-Frauentagung in New York
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek bezeichnete die jährlich stattfindende Konferenz der internationalen Frauenstatuskommission in New York (1. bis 3. März) als „gute Gelegenheit, länderübergreifend Erfahrungen in der Umsetzung der Gleichstellung von Männern und Frauen auszutauschen“. Am Rande der Tagung traf die Ministerin mit UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon zusammen. Das internationale Netzwerk „Global Network of Womens Shelters“ zeichnete Heinisch-Hosek für ihr Engagement im Kampf gegen Gewalt an Frauen aus.

Neue Energiestrategie für Österreich
Seine Klimaschutzziele für 2020 will Österreich mit einer neuen Energiestrategie erreichen. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Umweltminister Niki Berlakovich präsentierten die „Energiestrategie Österreich“ am 11. März. Eckpunkte sind unter anderem eine ökologische Steuerreform, der Ausbau der erneuerbaren Energien, thermische Gebäudesanierung und Maßnahmen beim Verkehr.
Die Ökologisierung der Steuer hätte laut Berlakovich zum Ziel, umweltschonendes Verhalten zu belohnen und umweltschädigende Verhaltensweisen abzustrafen. Der heimische Gesamtenergieverbrauch soll auf Höhe des Durchschnitts der Jahre 2005 bis 2008 gedeckelt und der Einsatz fossiler Energien gesenkt werden. Der Anteil erneuerbarer Energien soll von 28 Prozent auf 35 Prozent steigen. Detailmaßnahmen und Finanzierung sind noch offen.
Wirtschaftsminister Mitterlehner betonte, mit der Energiestrategie sei „nicht angedacht, die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger zu beschränken“, etwa von Pendlern oder Urlaubern. Auch sei nicht angestrebt, dass Hausbewohner es künftig kalt hätten. „Die freie Ener-giewahl muss bei den Menschen liegen“, so Mitterlehner. Die „großen Brocken“ seien jedoch Mobilität, Gebäude und energieintensive Industriebetriebe: „Diese drei Sektoren müssen etwas liefern – über Energiesparen oder mehr Effizienz“, forderte der Wirtschaftsminister.
Für die erneuerbaren Energien soll es bis zum Sommer eine neue Ökostromnovelle geben, dabei sollen die Mittel für Photovoltaik verdreifacht werden.
Basis für die „Energiestrategie Österreich“ ist der Klima- und Energiefonds der Bundesregierung. Dessen Förderungsprogramm 2010 präsentierten Berlakovich und Infrastrukturministerin Doris Bures am 10. März. Schwerpunkte sind heuer Energieforschung, Verkehr und Marktdurchdringung. Das Budget des Klimafonds wird heuer auf 150 Millionen Euro aufgestockt. „Förderungen des Klima- und Energiefonds lösen ein Vielfaches an Investitionen aus und schaffen [en]Green Jobs[7en]“, erklärten Bures und Belakovich unisono.

ITB: Marktzuwächse für Österreichs Tourismus 2009
Trotz Krise zählte Österreich im internationalen Tourismus 2009 zu den Marktgewinnern. Mit einem Anteil von 6,72 Prozent an den internationalen Tourismusausgaben (bezogen auf ausländische Gäste) hat sich das Urlaubsland in den Alpen gegenüber dem Jahr davor (6,16 Prozent) verbessert und den besten Wert seit 1997 (6,6 Prozent) erreicht. „Es ist uns gelungen, in der Krise Marktanteile zu holen – mit den Zuwächsen liegen wir hinter China, der Türkei und Australien weltweit an vierter Stelle“, betonte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner am 10. März auf der Tourismusmesse ITB in Berlin. Man habe sich vorgenommen, weitere Marktanteile dazuzugewinnen. Steigerungen bei den Nächtigungen beziehungsweise Umsätzen seien freilich ein anderes Thema, zumal in Krisenzeiten sehr preisbewusst und vor allem im Nahbereich Urlaub gemacht werde, erklärte Mitterlehner.
Trotzdem gibt sich der Minister für 2010 optimistisch. Man erwarte bei bei Umsatz und Nächtigungen eine leichte Steigerung. Wenn alles gut laufe, sollte Österreich zumindest im Weltdurchschnitt liegen, sagte Mitterlehner unter Hinweis auf internationale Wachstumsprognosen von 3 bis 4 Prozent.

Für “green jobs” heuer 760 Millionen Euro
Rund 185.000 Menschen in Österreich haben einen “green jobs”, arbeiten also im Bereich Klima- und Umweltschutz. Das ergab eine Studie der Statistik Austria, die am 3. März von Umweltminister Niki Berlakovich präsentiert wurde.
Mit Hilfe eines Masterplans will der Minister die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Sektor bis 2020 um 90.000 Stellen erhöhen. Für gezielte Maßnahmen im Umweltbe-reich würden heuer rund 760 Millionen Euro an „green money“ fließen, so Belakovich. In der Umweltbranche konnten in den vergangenen Jahren Umsatzzuwächse von 12 Prozent erzielt werden, pro Unternehmen werden bis zu zehn Mitarbeiter gesucht.

Neuer ÖBB-Chef Christian Kern
Der ÖBB-Aufsichtsrat hat am 9. März Christian Kern (44), Vorstand der Verbund AG, zum Vorstandsvorsitzenden der ÖBB-Holding AG bestellt. Damit folgt Kern am 7. Juni dem bisherigen Vorstandschef Peter Klugar nach.

Wirtschaftskammer-Wahlen: Gewinne für Wirtschaftsbund
Der ÖVP-Wirtschaftsbund hat bei den Wahlen 2010 der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) 70,9 Prozent (+0,8 Prozent) der gültigen Stimmen für sich gewonnen. Die WK-Organisationen von Sozialdemokraten und Freiheitlichen erzielten hingegen Verluste. Dazu gewonnen hat auch die grüne Wirtschaft. Die Wahlbeteiligung sank von 48 Prozent (2005) auf 41 Prozent.

Hollywood: Oscar für Christoph Waltz
Bei der 82. Oscar-Verleihung in der Nacht auf den 8. März im Kodak Theatre in Hollywood wurde der aus Wien stammende Schauspieler Christoph Waltz (53) für seine Rolle als SS-Standartenführer Hans Landa in Quentin Ta-rantinos „Inglourious Basterds“ als „Bester Nebendarsteller“ ausgezeichnet. In dem Film brilliert Waltz als eiskalte sadistische Persönlichkeit, hoch kultiviert und charmant, sprachgewandt. Die Auszeichnung kam nicht überraschend – es war bereits die 18. für seine Rolle, die ihm unter anderem den Golden Globe Award, den Screen Actors Guild Award, den britischen BAFTA Award und vor allem auch den Preis für den besten Darsteller bei den Filmfestspie-len in Cannes 2009 einbrachte.
Kürzlich hat Waltz die Rolle des Bösewichts in Francis Lawrences Zirkus-Drama „Water for Elephants“ angenommen.
Christoph Waltz wurde am 4. Oktober 1956 geboren. Er absolvierte das Wiener Reinhardt-Seminar und das Lee Strasberg Theater Institute in New York. Sein Bühnen-Debut gab er am Zürcher Schauspielhaus mit „Amadeus“. Einem größeren Publikum wurde er durch zahlreiche Film- und TV-Rollen bekannt. In dem Film „Leben für Leben“ der polnischen Regie-Legende Krzysztof Zanussi über den Franziskanerpater Maximilian Kolbe spielte er 1991 einen ehemaligen KZ-Häftling, dem 1997 mit „Die Farbe des Lebens“ (“Our God’s Brother“) eine weitere Zusammenarbeit folgte. 1993 übernahm er in Tom Toelles Historien-Zweiteiler „König der letzten Tage“ den Part des Wiedertäufers Jan van Leiden. 1995 gehörte er zur Darstellerriege der international besetzten TV-Produktion „Katharina die Große“ mit Catherine Zeta-Jones in der Titelrolle. Für seine darstellerische Leistung in „Du bist nicht allein – Die Roy Black Story“ wurde er 1996 bei den Baden-Badener Tagen des Fernsehspiels und 1997 mit dem Bayerischen TV-Preis ausgezeichnet. 2002 erhielt er gemeinsam mit Regisseur Peter Keglevic und den Schauspieler-Kollegen Sebastian Koch und Tobias Moretti für die Verfilmung der Entführung des Industriellensohns Richard Oetker, „Der Tanz mit dem Teufel“, den Adolf-Grimme-Preis. Ihn erhielt er erneut 2004 für seine Darstellung als gelangweilter Außendienstmitarbeiter in der schwarzen Komödie „Dienstreise – Was für eine Nacht“ gemeinsam mit Kollegen Armin Rohde und Regisseur Stephan Wagner. 2000 führte er auch selbst Regie in dem TV-Film „Wenn man sich traut“.
Nach der Oscar-Verleihung regnete es in den Nacht- und frühen Morgenstunden Gratulationen von Politikern. Bundespräsident Heinz Fischer zeigte sich in seiner an Waltz persönlich gerichteten Wortmeldung „überzeugt, dass dieser Preis dazu beiträgt, dass Sie auch in Zukunft Ihr schauspielerisches Können in vielbeachteten Produktion unter Beweiß stellen können“. Bundeskanzler Werner Faymann freute sich über „eine weitere, hochverdiente Auszeichnung für einen außergewöhnlichen Schauspieler aus Österreich“. Wissenschafts- und Forschungsministerin Beatrix Karl wies darauf hin, dass sowohl Christoph Waltz als auch die beiden Oscar-Nominierten Michael Haneke und Christian Berger auf eine Karriere an der Wiener Universität für Musik und Darstellende Kunst verweisen können. Beide lehrten derzeit an der Filmakademie Wien. „Die Auszeichnung beziehungsweise Nominierung stellt damit nicht nur die außergewöhnlichen Leistungen der drei Filmschaffenden in das Scheinwerferlicht, sondern auch die hohe Qualität der Ausbildung beziehungsweise der Lehrenden an den österrei-chischen Hochschulen“. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner gratulierte gleichfalls dem Trio und meinte weiters, dass das Fördermodell „Filmstandort Österreich“ als „neue Kreativitätsprämie“ die „Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Films“ stärke und nicht zuletzt „die Abwanderung von renommierten Filmschaffenden aus wirtschaftlichen Gründen verhindern“ wolle. Für Medienstaatssekretär Josef Ostermayer seien die Erfolge österreichischer Künstler ein Ansporn, den „Filmstandort Österreich“ weiter zu entwickeln, wie dies mit der Verankerung der Erhöhung des Anteils österreichischer Programmierung im ORF-Gesetz und der in den nächsten Jahren konsequent steigenden Medienförderung geschieht. „Wir haben den Fernsehfilmfonds im Jahr 2009 auf 13,5 Millionen Euro nahezu verdoppelt“.
Selbstverständlich gratulierten auch Schauspie-lerkollegen und Regisseure wie der Regie-Oscar-Preisträger 2008 Stefan Ruzowitzky („Die Fälscher“) oder Robert Dornhelm, 1978 für „Kinder der Theaterstraße“ Oscar-nominiert. Seiner Meinung nach müsse die Politik den Aufwind durch den Oscar für Christoph Waltz nützen. „In Österreich gab es im Vorjahr publikumsmäßig erstmals eine Million Zuschauer für heimische Filme. Trotzdem wird dem Film ein Bruchteil von dem gegeben, was der Hochkultur gegeben wird“. Der Film müsse eine Verzehnfachung der Förderungen „erzwingen“.

US-Kameraleute ehren Christian Berger
Hohe Ehrung für einen österreichischen Kameramann: Die Amerikanische Gesellschaft der Kameraleute (ASC) zeichnete am 27. Februar in Los Angeles den Österreicher Christian Berger, 65, aus, der für Michael Hanekes Film „Das weiße Band“ hinter der Kamera stand.
Die bedrückende Gesellschaftsstudie, die am Vorabend des Ersten Weltkriegs in einem norddeutschen Dorf spielt, war - schon international vielfach ausgezeichnet - für zwei Oscars nominiert worden – für die beste Regie in einem nicht englischsprachigen Streifen und auch für die Kameraführung. Es siegten schließlich der argentinische Regisseur Juan José Campanella mit „El Secreto de Sus Ochos“ und Mauro Fiore für seine Arbeit mit neu entwickelten digitalen 3-D-Kameras in James Camerons „Avatar“.

Theatermuseum: Mahler und Wien
Das Österreichische Theatermuseum zeigt bis 3. Oktober die Ausstellung „ ,leider bleibe ich ein eingefleischter Wiener’ - Gustav Mahler und Wien“. Am 7. Juli 2010 steht der 150. Geburtstag des Komponisten an. Die Schau präsentiert Mahler und seine Zeit in zehn Räumen und drei Teilen: 1860 in Kalischt (Böhmen) geboren, verbrachte er seine Studienjahre in Wien (1), avancierte zum energiegeladenen Direktor der Hofoper, der heutigen Staatsoper (2), um nach seinem Ausscheiden in seinen letzten Lebensjahren vor allem auch als Reisedirigent tätig zu sein, wobei Wien Ankerpunkt seines europäischen Schaffens blieb (3).
Die von Reinhold Kubik und Thomas Trabitsch kuratierte und von Blaich+Delugan gestaltete Ausstellung entstand in Kooperation unter anderem mit der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft, dem Arnold Schönberg Center, der Gesellschaft der Musikfreunde, der Öster-reichischen Nationalbibliothek, den Wiener Philharmonikern. Wichtige Leihgaben verdankt sie weiters der Morgan Library and Museum New York, dem Magyar Állami Operaház Budapest, der Médiatèque Musicale Mah-ler in Paris und dem Richard-Wagner-Museum in Bayreuth.
Zu sehen sind ausgewählte Autographen, Fotos, Kostüme und Bühnenbildentwürfe aus der Revolutionszeit der Oper unter Mahlers Intendanz, Stadtpläne und filmisches Material zu Wien um 1900. Auch die gegenwärtige Mahler-Rezeption wird thematisiert.
Konzerte und Symposien, auch einen Kompositionswettbewerb gibt es rund um die Schau.

Salzburger MdM Mönchsberg: Kunstmuseum Winterthur sensationell
Das Salzburger Museum der Moderne (MdM) auf dem Mönchsberg zeigt bis 30. Mai mit 240 Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen von 105 renommierten Künstlerinnen und Künstlern die berühmte Sammlung des Kunstmuseums Winterthur Schweiz, die etwa der Deutsche Gerhard Richter als sein Lieblingsmuseum bezeichnet. Erstmals hat die Sammlung mit Werken aus eineinhalb Jahrhunderten wegen Renovierungsarbeiten das Museum verlassen, um auf einer exquisiten Tournee – nach der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepu-blik Deutschland Bonn und dem MART Rovereto – in Salzburg Station zu machen.
„Gipfeltreffen der Moderne“ nennt sich die Schau und sie bietet nahezu eine Enzyklopädie der modernen Kunst. Es würde hier zu weit führen, um auf all die gezeigten bedeutenden Strömungen und Gegenströmungen einzugehen: Französischer Impressionismus, Postim-pressionismus, Kubismus, Neue Sachlichkeit, Symbolischer Naturalismus, Geometrische Abstraktion, Konkrete Kunst, Arte Povera, Amerikanischer Abstrakter Expressionismus, Minimalismus, bis hin zu aktuellen Positionen von Richard Artschwanger, Richter und Tho-mas Schütte - alles ist in absoluten Spitzenwerken vertreten.
Im Parcours der Ausstellung gibt es eine Lounge, in der neben Literatur zur Ausstellung auch der Film „Von Stiftern und Anstiftern – das Kunstmuseum
Winterthur“ (Buch und Regie: Horst Brandenburg) zu sehen ist. Der deutschsprachige Katalog zur Schau, 320 Seiten mit 248 farbigen Abbildungen, ist im Museumsshop um nur 29 Euro erhältlich.

Sammlung Verbund zeigt in Rom Ausstellung über feministische Kunst
In der Galleria nazionale d’arte moderna e contemporanea in Rom zeigt die Wiener Sammlung Verbund bis 16. Mai die von Sammlungsleiterin Gabriele Schor und Angelandreina Rorro kuratierte Ausstellung „DONNA: Avanguardia femminista negli anni ’70“.
Mit den präsentierten 200 Werken von 17 Künstlerinnen zählt die Sammlung Verbund zu den weltweit größten Sammlungen feministischer Kunst der 1970er Jahre.
Das „Bild der Frau“ in der Bildenden Kunst war Jahrhunderte lang von männlichen Projektionen und Fantasien geprägt. Diese tradierte Darstellung der Frau wird in den 1970er Jahren durch die Feministische Avantgarde dekonstruiert. Die Künstlerinnen hinterfragen Klischees und Stereotypen, indem sie Selbstinszenierun-gen und Rollenspiele ins Zentrum ihrer Betrachtungen rücken. Sie rebellieren gegen das Diktat der Schönheit und loten Möglichkeiten selbstgesetzter weiblicher Identitäten aus. Das „Bild der Frau“ wird nun von Frauen selbst geschaffen.
Neben bekannten Positionen, etwa von Valie Export und Cindy Sherman, werden in der Schau auch viele Werke von noch zu entdeckenden präsentiert, zum Beispiel von Renate Bertlmann oder Birgit Jürgenssen. Von ihr sind derzeit auch Werke in Der Vertikalen Galerie der Verbund-Zentrale in Wien zu sehen.

Jubiläumskonferenz zum zehnjährigen Bestehen des Bologna-Studiensystems
Mit der Aufnahme von Kasachstan als 47. Mitgliedsland im Bologna-Prozess begann am 11. März in Budapest eine zweitägige Jubiläumskonferenz zum zehnjährigen Bestehen des Bologna-Studiensystems. Noch am Nach-mittag fuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Wien, wo am Abend ein Fest in der Hofburg gegeben und am 12. März eine Arbeitssitzung der Ministerinnen und Minister der Bologna-Teilnehmerstaaten abgehalten wurde.
1999 wurde in Bologna ein Prozess für die Universitäten und Hochschulen eingeleitet, der dreistufige Studienpläne und -abschlüsse – Bachelor, Master, PhD - über Europa hinaus angleichen sollte. Studierende sollten in einem anderen Land in die jeweilige Studienrichtung einsteigen können – überall in den Bologna-Ländern würde das Studium anerkannt sein. 20 Prozent der Studierenden sollten einen Teil des Studiums auch in einem anderen Land absolvieren. All dies würde die Qualität und zugleich auch die Akademikerinnen und Akademiker-Quote erhöhen. Gerade auch für Österreich erschien vielen Beobachtern der Bologna-Prozess wich-tig, leiden doch die Universitäten und Hochschulen immer noch unter einer Provinzialisierung von Wissenschaft und Forschung – hier wirken die Ermordung und Vertreibung jüdischer und progressiver Intellektueller durch die Nazis bis heute nach.
Tatsächlich – so die Kritik – führte der Bachelor zu einer starken Verschulung der Studienpläne. Es gibt keine Zeit mehr für Themen, die nicht unmittelbar geprüft werden. Die Studierenden nehmen die Möglichkeiten für Aus-landsstudien nicht genügend wahr und auch bei der Mobilität der Lehrenden ist es nicht weit her: Überwiegend kommen die Professorinnen und Professoren aus Deutschland. Und dann gibt es noch grundsätzlich Probleme für Bachelors: Viele Arbeitgeber und Standesvertretungen erkennen deren Zeugnisse nicht als berufsqualifizierend an.
Wie die Philosophie-Professorin Andrée Sursock, die den Bologna Jubiläumsbericht der European University Association verfasst hat, in einem Interview mit der „Wiener Zeitung“ erklärte, hoffe sie, dass die technokratische Zielrichtung zurückgedrängt und der humanistische Bildungsansatz mehr in den Vordergrund rücken werde.
Wissenschafts- und Forschungsministerin Beatrix Karl trat zum Abschluss der Bologna-Konferenz unter anderem mit EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou, ihrem ungarischen Amtskollegen Istvan Hiller, dem rumänischen Wissenschaftsminister Petru Funeriu und dem spanischen Generalsekretär im Wissenschaftsministerium, Marius Rubiralta, vor die Presse, und sagte: „Wir stehen zur Vision des Bologna-Prozesses“. Bologna habe bisher einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Europäischen Hochschulraumes geleistet. Die „größte Herausforderung“ bleibe aber die Umsetzung auf nationaler Ebene. Mobilität und bessere Vergleichbarkeit der Studien seien von unschätzbarem Wert. 30 Staaten hätten 1999 die Bologna-Erklärung unterzeichnet, mit Kasachstan seien es nun 47 Staaten.
Vassiliou will die EU-Fachministerinnen und Minister auf die EU-20-Ziele verpflichten: 40 Prozent der 30- bis 34-Jährigen sollen dann einen akademischen Abschluss haben.
Die Wiener Jubiläumsveranstaltung war mit Kritik konfrontiert: 3.500 bis etwa 12.000 Studierende (laut Polizei, laut Veranstalter „Bologna Burns“) demonstrierten gegen die bildungspolitische Entwicklung – auch Lehrende schlossen sich dem Protest an.

Leopoldmuseum: Verborgene Schätze der österreichischen Aquarellmalerei
Das Leopoldmuseum im MuseumsQuartier Wien zeigt bis 24. Mai „Verborgene Schätze der österreichischen Aquarellmalerei“ vom Biedermeier bis zur Gegenwart. Zu sehen sind Meisterwerke unter anderem von August von Pettenkofen, Marie Egner, Tina Blau, über Egon Schiele, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Oskar Laske, Wilhelm Thöny, Josef Dobrowsky, Herbert Boeckl, bis zu Max Weiler, Karl Stark, Kurt Absolon, Kurt Moldovan und Heribert Mader.

Starkes österreichisches Team bei zehnten Paralympischen Winterspielen
Eines der größten internationalen Sport-Events sind heuer neben der Fußball-WM und den Olympischen Spielen die zehnten Paralympischen Winterspiele in Vancouver, die am 12. Februar feierlich eröffnet wurden.
Insgesamt 19 österreichische Athletinnen und Athleten sowie das gesamte österreichische Team werden unsere Farben in Kanada vertreten. 14 Sportler und drei Sportlerinnen gehen in den alpinen Bewerben an den Start, zwei Athleten treten in den nordischen Disziplinen an. Insgesamt werden in Vancouver 650 Athletinnen und Athleten aus 46 Nationen erwartet.
Bei der feierlichen Verabschiedung der österreichischen Delegation hob Bundespräsident Heinz Fischer die herausragenden Leistungen der Athletinnen und Athleten hervor: „Egal wie viele Medaillen Sie machen werden, ich bin sicher, Sie werden Österreich in Vancouver würdig vertreten“, so Fischer zum österreichischen Team. Auch Sportminister Norbert Darabos zeigte sich im Vorfeld der Paralympischen Spiele äußerst zuversichtlich: „Wir verfügen über Top-Athletinnen und Athleten und auch über hervorragende Strukturen. Bei den letzten Spielen in Turin erzielte Österreich mit 14 Medaillen, darunter drei Goldenen, eine herausragende Bilanz. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch heuer oftmals Grund zum Jubeln haben werden!“, so Darabos.

Hervorragender Start mit zweimal Gold
Und in der Tat begannen die X. Paralympischen Winterspiele aus österreichischer Sicht optimal:
Schon am 14. März gab es allen Grund zum Feiern: Zwei Mal Gold durch Claudia Lösch und Sabine Gasteiger sowie die Bronzemedaille von Philipp Bonadimann in den Slaloms waren ein sensationeller Auftakt der Alpin-Bewerbe.
Sabine Gasteiger mit Guide Stefan Schoner siegte bei den sehbehinderten Frauen mit zwei Mal Laufbestzeit. Claudia Lösch war in der Klasse der sitzenden Athletinnen nach dem ersten Durchgang Zweite und fuhr mit Wut im Bauch einen fulminanten Finaldurchgang, mit dem sich die 21jährige ihre erste paralympische Goldmedaille sicherte.
Den Medaillenregen am ersten Tag der alpinen Bewerbe komplettierte Philipp Bonadimann, der im Slalom der Sitzenden die Bronzemedaille erobern konnte. Sportminister Darabos: „Dieser Auftakt nach Maß wird auch für die kommenden Bewerbe riesige Motivation ge-ben. Ich gratuliere den Medaillengewinnern von ganzem Herzen und freue mich, dass die Sportnation Österreich durch dieses hervorragende Team so würdig vertreten wird“.

Republik unterstützt Behindertensport mit rund einer Million Euro jährlich
Eine wesentliche Grundvoraussetzung für die großen österreichischen Erfolge bei den Paralympischen Spielen der Vergangenheit und der Gegenwart ist das bestens funktionierende Förderwesen der Republik.
So leistet etwa der Fonds zur Förderung des Behindertensports, der ausschließlich gemeinnützigen Zwecken dient, unverzichtbare finanzielle Grundlagen. Durch die langfristige Finanzierung von spezifischen Projekten des Behindertensports, wie beispielsweise die Nachwuchsarbeit oder Maßnahmen zur Förderung eines adäquaten Umfeldes leistungssportlicher Begleitung und Betreuung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Behinderten-Leistungssport erfährt der Behindertensport in Österreich eine kontinuierliche Anhebung der Qualität. Die Unterstützung von Maßnahmen zur Gleichstellung der Paralympics mit den Olympischen Spielen, die Unterstützung von wissenschaftlichen Projekten und Forschungsvorhaben sowie die Durchführung von besonderen Förderungsmaßnahmen für den Behinderten-Frauen-Sport, tragen maßgeblich zur Erfolgsstory des Österreichischen Behindertensports bei.
Im Jahr 2003 wurde im Rahmen einer Novellierung des Bundes-Sportförderungsgesetzes erstmals die gesetzliche Basis für die Förderung des Behindertensportes in Österreich geschaffen. Das Bundes-Sportförderungsgesetz 2005 stellt die nachhaltige Finanzierung des Behindertensports in Österreich im Wege der Besonderen Bundes-Sportförderung sicher.
Die Förderungsmittel des Bundes für den österreichischen Behindertensport (gemäß § 10 Abs. 1 Ziffer 1 des BSFG 2005) betrugen im Jahre 2008 rund 980.000 Euro.
Der jüngste "Zweig" des Fonds zur Förderung des Behindertensports stellt die TEAM ROT WEISS ROT- Förderung dar, welche im Jahre 2007 ins Leben gerufen wurde. Mit einer vom Sportministerium jährlich zur Verfügung gestellten Fördersumme ist es möglich, Spitzensportierinnen und -sportler bei einer optimalen, athletenspezifischen Vorbereitung auf internationale Großsportereignisse finanziell zu unterstützen. Der Fonds für Behindertensport erhält von TRWR jährlich 150.000 Euro.