Digitale Agenda für Europa

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zur Digitalen Agenda für Europa und deren Umsetzung in Österreich.

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Digitale Agenda für Europa (Übersicht)

Die Kommission hat die Mitteilung Digitale Agenda für Europa im Mai 2010 veröffentlicht. Hauptziel ist es, einen nachhaltigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen aus einem digitalen Binnenmarkt auf der Grundlage eines Hochgeschwindigkeits-Internet und interoperabler Anwendungen zu ziehen (= Breitbandanschlüsse für alle bis zum Jahr 2013 mit Geschwindigkeiten von 30 Mbps oder mehr und einen Internetanschluss von über 100 Mbps für 50 Prozent oder mehr aller europäischen Haushalte).

Die Mitteilung enthält rund 100 Maßnahmen, wovon sich 21 direkt an die Mitgliedstaaten richten. Weiters sind 16 Schlüsselaktionen enthalten, also Maßnahmen, die besondere Beachtung finden sollen.

Folgende Zielsetzungen sollen mit den Maßnahmen erreicht werden:

  • 100 prozentige Breitbandversorgung für alle bis 2013;
  • (Schnelle) Breitbandversorgung aller EU-Bürger mit 30 Mbit/s oder mehr bis 2020;
  • (Ultraschnelle) Breitbandversorgung bis 2020 von 50 Prozent der europäischen Haushalte mit 100 Mbit/s;
  • bis 2015 sollen 50 Prozent der EU-Bürger online einkaufen;
  • Erhöhung der regelmäßigen Internetnutzung von 60 Prozent auf 75 Prozent bzw. von 41 Prozent auf 60 Prozent in benachteiligten Bevölkerungsgruppen;
  • bis 2015 Halbierung (von 30 Prozent auf 15 Prozent) des Bevölkerungsanteiles, der noch nie im Internet war;
  • bis 2015 sollen 50 Prozent der Bevölkerung elektronische Behördendienste nutzen;
  • bis 2015 sollen die Investitionen in IKT auf 11 Milliarden Euro gesteigert werden.

Die Kommission veröffentlicht jährlich einen "Fortschrittsanzeiger" (Digital Scoreboard) und veranstaltet ebenso jährlich eine Digitale Versammlung (3. Versammlung am 19. und 20. Juni 2013 in Dublin) aus Mitgliedstaaten, EU-Organen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Überdies berichtet die Kommission dem Europäischen Rat über den Stand der Arbeiten jeweils im Herbst.

Die Abteilung V/4 im Bundeskanzleramt organisiert die für die Umsetzung der Digitalen Agenda notwendigen Koordinationsmaßnahmen.

Ausführliche Informationen zur Digitalen Agenda auf der Website der Kommission


NEWS


Weitere INFOS

Die Kommission hat im Dezember 2012 eine Mitteilung zur Überprüfung der Digitalen Agenda (Digital Agenda Review) vorgelegt, die – neben einer Bestandsaufnahme der bisherigen Umsetzung – neue Prioritäten setzt (insbesondere Breitband-Festnetze und Mobilfunk-Hochgeschwindigkeitsnetze; digitaler Binnenmarkt bis 2015; verstärkte Maßnahmen im Bereich IKT-Ausbildung, insbesondere durch Standardberufsprofile und Qualifikationszertifikate; Cybersecurity; Modernisierung des Urheberrechts; Beschleunigung des Cloud-Computing).
Die Kommission hat darauf hingewiesen, dass die digitale Wirtschaft zwar siebenmal so schnell wie die übrige Wirtschaft wächst, dass aber dieses Potenzial auf Grund des lückenhaften gesamteuropäischen politischen Rahmens nur mangelhaft ausgeschöpft werde. Bei völliger Umsetzung der aktualisierten Agenda könnte laut Kommission das BIP der EU in den kommenden acht Jahren um 5 % gesteigert werden. Dazu bedarf es aber einer Erhöhung der IKT-Investitionen, einer Verbesserung der IKT-Kompetenzen der Arbeitskräfte, um Innovationen im öffentlichen Sektor zu ermöglichen und einer Reform der Rahmenbedingungen für die Internetwirtschaft.

Die Kommission hat im März 2013 überdies die Initiative Große Koalition für digitale Jobs vorgestellt, mit der dem drohenden IKT-Fachkräftemangel auf EU-Ebene entgegengewirkt werden soll. Österreich unterstützt diese Zielsetzungen und das Bundeskanzleramt hat eine Arbeitsgruppe mit allen relevanten Stakeholdern eingerichtet (vgl. Info), um die innerstaatliche Umsetzung der Initiative zu forcieren.


Wichtige Dokumente


Dokumente zur i2010-initiative